Cuban packt aus: so unsicher war dallas wirklich vor dem doncic-trade
Mark Cuban lüftet ein Geheimnis, das Dallas-Fans noch heute schaudern lässt: Auch der mutigste Deal der Mavericks-Geschichte war damals ein Sprung ins kalte Wasser. „Wir haben gehofft. Aber wir wussten es nicht. Man weiß es einfach nie“, sagt der Minderheitseigentümer im Club-520-Podcast. Die Sätze klingen wie ein Geständnis – und sind es auch.
Die angst saß mit im flugzeug nach china
2018 tauschten die Mavericks den Nummer-fünf-Pick Trae Young gegen Luka Doncic, der zwei Plätze zuvor von Atlanta gezogen worden war. Auf dem Papier ein Coup, im Bauch ein Knoten. „Ich saß neben Shawn Marion und Stephen Jackson, habe sie die ganze Zeit gefragt:>Was meint ihr?<“, erinnert sich Cuban. „Weil ich total nervös war.“ Die Antwort der Ex-Profis: „Oh mein Gott.“ Kein Ja, kein Nein – nur ein Stöhnen.
Die Befürchtung: Doncic’ Dominanz bei Real Madrid, wo er mit 19 Jahren EuroLeague-MVP wurde, könnte in der NBA keinen Wiederholungswert haben. „Ich sah ihn mit 16 gegen Oklahoma City an Westbrook vorbeiziehen“, sagt Cuban. „Aber NBA versus Real Madrid – da weißt du nie, wie hart die Jungs wirklich spielen.“ Regeln, Tempo, Athletik: alles anders, alles offen.

Die erste antwort kam nach 40 minuten
Erste Bilanz nach der China-Reise: 15 Punkte, fünf Assists, vier Rebounds gegen Philadelphia. Die Stars im Kader begannen, Sätze zu murmeln, die Cubans Herz klopfen ließen: „Der ist klar besser als wir.“ Doncic gewann als Rookie praktisch jedes Spiel, holte den Award, wurde zur Marke – und 2024 ins Finale geführt. Dort endete der Traum gegen Boston, doch die Legende war längst geschrieben.
Die Ironie: Heute bereut Cuban nicht den Triumph, sondern dessen Ende. 2025 flog Doncic für Anthony Davis zu den Lakers – ein Trade, der Cubans Stimme noch dunkler werden lässt als die alten Zweifel. „Man weiß es einfach nie“, sagt er heute. Damals galt das für den kleinen Slowenen. Heute gilt es für die Zukunft ohne ihn.
