Cuban enthüllt: zweifel am doncic-draft – war er wirklich schon immer ein star?

Dallas – Mark Cuban, Mitbesitzer der Dallas Mavericks, hat in einem offenen Gespräch im „Club 520 Podcast“ seine anfänglichen Bedenken bezüglich des Drafts von Luka Dončić im Jahr 2018 preisgegeben. Die Geschichte des Superstars, der die Mavericks in die NBA-Finals führte, begann mit einer gehörigen Portion Unsicherheit, die Cuban nun offenbart.

Die frühe phase: war es ein bauchgefühl oder eine vision?

„Wir haben es gehofft. Aber wir wussten es nicht“, gestand Cuban gegenüber Ex-NBA-Spieler Jeff Teague. Die Mavericks wählten an fünfter Stelle Trae Young aus, tauschten ihn aber umgehend gegen Dončić und einen weiteren Pick ein. Damals waren die Erwartungen an den jungen Slowenen, trotz seiner Dominanz in Europa, nicht ungetrübt. Cuban betonte, dass sie Dončić als potentiellen Starter und talentierten Spieler sahen, aber die Gewissheit über sein späteres Ausmaß fehlte. „Er hatte Eier, war furchtlos. Das ist schon die halbe Miete“, so Cuban.

Die Erinnerung an ein frühes Spiel gegen die Oklahoma City Thunder, in dem Dončić Russell Westbrook einfach überlistete, blieb ihm in Erinnerung. „Er ist an ihm vorbeigezogen, als wäre er nicht da!“, beschreibt Cuban beeindruckt. Doch die Unterschiede zwischen europäischem und nordamerikanischem Basketball spielten ebenfalls eine Rolle. Die Intensität und die Vorbereitung waren andere. Es war ein Sprung ins Ungewisse.

Der preseason-schock und das erwachen

Der preseason-schock und das erwachen

Die Nervosität innerhalb der Mavericks-Organisation war spürbar, als sie sich Dončić sicherten. Cuban schildert, wie er während der Preseason-Spiele in China neben Shawn Marion und Stephen Jackson saß und ständig ihre Meinung einholte. „Ich war total nervös, du weißt es ja einfach nicht“, gibt er zu. Doch schon nach den ersten Tests wurde deutlich, dass hier etwas Besonderes heranreift. Dončić brillierte und beeindruckte seine neuen Teamkollegen.

„Es war, als ob er in jedem Spiel gewonnen hätte“, schwärmt Cuban. Der Rookie of the Year-Titel war nur die Bestätigung dessen, was bereits im Training sichtbar war: Ein außergewöhnliches Talent, das die Liga verändern würde. 2024 führte Dončić die Mavericks bis in die NBA-Finals, eine Anerkennung für die frühe Entscheidung, ihn zu verpflichten.

Doch das Kapitel ist noch nicht abgeschlossen. Der Trade von Dončić zu den Los Angeles Lakers im Jahr 2025, um Anthony Davis zu bekommen, bereut Cuban bis heute. Ein Fehler, der zeigt, dass selbst ein erfahrener Businessman wie er nicht alles vorhersagen kann. Die Geschichte von Luka Dončić ist eine Mahnung, dass im Sport, wie im Leben, nicht alles planbar ist – und dass manchmal die größten Erfolge aus den größten Unsicherheiten entstehen.