Baltisberger schießt zsc lions zurück ins playoff-rennen!
Ein Mann, ein Tor, eine Geste: Chris Baltisberger hat am Ostermontag nicht nur die ZSC Lions zum Sieg gegen Davos geführt, sondern auch eine tief bewegende Geschichte aus seinem Leben offenbart. Der 3:1-Ausgleich in der Halbfinalserie ist mehr als nur ein sportlicher Erfolg – er ist ein Tribut an seinen verstorbenen Vater.
Der spielentscheidende moment und seine emotionale bedeutung
Die Spannung im Hallenstadion war greifbar, als Baltisberger in der 56. Minute zum 3:1 traf. Doch der Jubel wurde von einer tiefen Emotion überschattet. Genau zwei Jahre zuvor, an diesem Tag, verlor sein Vater vor einem Playoff-Spiel gegen Zug sein Leben. „Mein Vater sagte noch, er wisse nicht, ob er es nervlich aushalten würde“, offenbarte Baltisberger im Anschluss. Die Anwesenheit seiner Familie im Stadion machte den Sieg zu einem besonders bewegenden Moment. „Umso schöner ist es, solche Augenblicke miteinander teilen zu können. Die Familie ist das Wichtigste.“

Ein veteran mit neuer rolle – baltisberger als arbeiter
Baltisberger, seit 15 Jahren bei den ZSC Lions, hat sich in den letzten Jahren neu erfunden. Seine Eiszeit ist zwar reduziert, doch seine Effizienz bleibt beeindruckend. Drei Playoff-Tore in dieser Saison sprechen für sich. Er bezeichnet sich selbst als „Arbeiter“ und schätzt die Leistung seiner Linienpartner Justin Sigrist und Nicolas Baechler, die als einzige Spieler des Teams alle 52 Spiele der regulären Saison absolviert haben. „Zwei Arbeitsbienen“, lobt er. Diese Mentalität, die Ruhe und Besonnenheit auch in schwierigen Situationen ausstrahlt, ist ein Markenzeichen der ZSC Lions.

Mehr als nur eishockey: ein zweites standbein und mentaltraining
Neben dem Eishockey hat sich Baltisberger ein zweites Standbein aufgebaut: Gemeinsam mit seiner Frau Sabrina betreibt er die Firma „Nourish Body & Mind“, die Ingwer-Shots vertreibt. Mentaltraining ist für ihn ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor, insbesondere angesichts der reduzierten Eiszeit. „Gerade wenn man wenig spielt, leidet das Selbstvertrauen“, erklärt er. Seine Strategie, sich immer wieder gelungene Spielszenen anzusehen, zeigt, dass er sich auf das konzentriert, was er beeinflussen kann – eine Einstellung, die ihn zu einem wertvollen Spieler für die ZSC Lions macht.

Die erinnerung an den sohn und die freude am spiel
Sein fünfjähriger Sohn Kian erinnert ihn täglich daran, warum er diesen Sport so liebt. Der kleine Junge ist fasziniert von den Goalies, was Baltisberger mit einem Lächeln zur Kenntnis nimmt. Doch mittlerweile eifert Kian lieber seinem Vater und dessen Rückennummer 14 nach. Baltisberger erinnert sich an seine ersten Playoff-Einsätze gegen Davos im Jahr 2012, als er noch von Nervosität geprägt war. Durch die Augen seines Sohnes erlebt er nun die Freude am Spiel wieder neu.
Die ZSC Lions können sich auf die unermüdliche Energie und Erfahrung von Chris Baltisberger verlassen – ein Spieler, der sich immer wieder neu erfindet und beweist, dass er auch in schwierigen Momenten zur Stelle ist. Ein Prototyp eines Playoff-Helden: robust, kompromisslos und ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Meisterschaft.
