Cta verbannt pulido santana nach podcast-attacke auf kollegen
Der kanarische Schiedsrichter Juan Luis Pulido Santana fehlt dieses Wochenende auf der offiziellen Designationsliste – und das ist kein Versehen. Hinter seiner Suspendierung steckt eine eindeutige Disziplinarmaßnahme des spanischen Schiedsrichterkomitees CTA, wie die Plattform Archivo Var exklusiv berichtet. Grund sind seine brisanten Aussagen im Podcast „Rogue Cast“, in denen er unter anderem den ehemaligen Kollegen Xavier Estrada Fernández als „lebenden Märchenerzähler“ diffamierte.
„Ich landete einen monat im kühlschrank“
Pulido Santana erklärte im Gespräch, dass seine Karriere nach einem umstrittenen Girona-Real-Madrid-Spiel abrupt ins Stocken geriet. „Ich habe eine rote Karte nicht gesehen – und plötzlich war ich monatelang außer Dienst“, sagt er und bezeichnet diesen Zustand als „Neverazo“, ein interner Begriff für die temporäre Verbannung von Unruhestiftern. Seitdem arbeitet er nur noch als VAR-Schiedsrichter, doch auch diese Position scheint nun brüchig.
Die CTA reagiert mit Schweigen, doch die Zahlen sprechen für sich: Pulido Santana stand an 23 der letzten 26 Spieltage im VAR-Center, diese Runde ist seine Nummer komplett verschwunden. Keine Rotation, keine technische Umstrukturierung – reine Strafe.

Estrada fernández wird frontal attackiert
Am meisten Ärger bereitet ihm der Angriff auf Estrada Fernández. „Er hat sich zwar in Schiedsrichter-Kleidung gezeigt, aber das war nie sein Beruf. Jetzt redet er ohne jede Grundlage – ein Clown, der von der Show leben will“, wetterte Pulido. Diese Worte schlagen im Komitee wie eine Bombe ein, schließlich galt Estrada als interner Lehrmeister vieler jungen Unparteiischen.
Intern heißt es, man dulde keine „öffentlichen Brüche“ mehr. Wer die eigene Gilde an den Pranger stellt, müsse mit Konsequenzen rechnen. Die CTA schickt damit ein Signal: Kritik ist erwünscht – aber nicht in Talkformaten und schon gar nicht mit Verunglimpfungen.
Für Pulido Santana ist die Lage klar: Entweder er liefert eine öffentliche Richtigstellung – oder sein „Neverazo“ wird zur Dauerkälte. Die nächsten Designationen erscheinen in sieben Tagen. Bis dahin bleibt dem Kanarier nur die Zeit, um sich zu besinnen. Sonst droht der endgültige Abstieg in die Provinz-Liga der Schiedsrichterwelt.
