Cremonese am rande: nur sechs tore im rückrunden-kampf!
Alarmglocken schrillen an der Stirn von Cremonese-Trainer Giampaolo! Nach dem müden Unentschieden gegen Turin steht die Mannschaft vor dem Abgrund. Der Mangel an Torgefahr ist nicht länger zu übersehen – und könnte die Serie A-Saison fatal verlaufen lassen.

Bonazzolis analyse: ein zentimeter fehlt für den sieg
Federico Bonazzoli fasste es treffend zusammen: „Es fehlt uns dieser eine Zentimeter, der uns die drei Punkte kostet.“ Und dieser Zentimeter hat einen Namen: Tore. Die Cremonese kämpft in der Rückrunde mit einer erschreckenden Torflaute. Ein Sieg und drei Unentschieden bei lediglich sechs Treffern – die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Der einzige Erfolg, ein müdes 1:0 in Parma, wirkte wie ein Strohhalm im tobenden Meer der Abstiegssorgen.
Die Wahrheit ist hart: Es ist nicht der einzige Schwachpunkt, aber er ist der verheerendste. Die Mannschaft muss sich dringend in dieser Disziplin verbessern, sonst winkt der Abstieg. Besonders bitter: In Parma trafen zwar Maleh und Vandeputte, aber die etatmäßigen Stürmer blieben erneut glücklos.
Doch es gibt Hoffnung. Die zuletzt angedeutete taktische Flexibilität unter Giampaolo könnte der Schlüssel sein. Bonazzoli ist der Dreh- und Angelpunkt im Angriff, er muss das Spiel in den letzten Metern ordnen. Neben ihm könnten Sanabria, Okereke oder – und hier wird es spannend – Vardy eingesetzt werden. Djuric steht als körperlicher Stoßstürmer bereit, für den Fall der Fälle.
Die Rückkehr von Jamie Vardy ist dabei von zentraler Bedeutung. Seine Qualität, auch wenn er eingewechselt wird, wie in Parma bewiesen, kann den Unterschied ausmachen. Sein Muskelbänderriss, der ihn gegen Bologna, Cagliari und Turin außer Gefecht setzte, erfordert jedoch äußerste Vorsicht, insbesondere angesichts seines Alters. Ein erneuter Ausfall wäre verheerend. Daher wird er auch in Neapel fehlen. Das Ziel ist seine Rückkehr in den Heimspielen gegen Lazio und vor allem gegen Pisa, wo es um alles geht.
„Wir werden Maleh aus der Sperre zurückbekommen, Vardy sehe ich eher nicht“, so Giampaolo, der die Zeitpläne vorsichtig einschätzt. Die Spannung steigt, die Bonus-Punkte schwinden. Neapel am Freitag, dann Lazio und Pisa zu Hause, gefolgt von der Auswärtsfahrt nach Udine und dem Finale gegen Como. Drei Heimspiele gegen nur zwei für den ärgsten Verfolger Lecce. Aber auch die Apulier haben noch zwei Joker – in Verona und Pisa – in der Hand.
Die Cremonese muss sich ihrer Sorgen stellen. Die Nerven liegen blank, aber Giampaolo ruft seine Mannschaft auf, zusammenzuhalten. Denn eines ist klar: Am Ende zählen die Tore – und nicht die guten Vorsätze.
