Cremone entlässt nicola und setzt auf giampaolo: rettung in neun spielen
Es dauerte nur eine Stunde, um die Krise in Cremona zu eskalieren. Mittag, 19. März: Davide Nicola ist Geschichte. Marco Giampaolo unterschreibt bis 2027 – und soll neun Spiele später noch die Serie A retten.
Giampaolo kehrt nach elf jahren zurück
Die Trennung von Nicola war keine Frage des Ob, sondern des Wann. Seit 15 Partien wartet die Cremonese auf einen Sieg, der Abstand zum rettenden Ufer beträgt fünf Punkte. Der Präsident zögerte nicht, als er gestern die Koffer des Trainers vor die Tür stellte. Im selben Atemzug holte er den Mann, der den Klub 2012 aus der Serie C führte: Giampaolo, 55, kennt die Fluchtlinien des Stadio Giovanni Zini besser als jeder andere.
Der Vertrag läuft vier Jahre – ein Zeichen, dass die Salvezza nur Bedingung, nicht Ziel ist. „Wir planen langfristig mit ihm“, sagt Sportdirektor Luca Cattani, „egal welche Liga wir nächste Saison spielen.“

Drei tage, um die trümmer zu richten
Giampas erste Trainingseinheit war gestern um 16:30 Uhr, 27 Stunden vor dem Abpfiff in Parma. Er hat 72 Stunden, um eine Abwehr umzubauen, die in den letzten fünf Spielen neun Gegentore kassierte. Die Marschroute: Viererkette statt Fünferkette, 4-3-3 mit Option auf 4-2-3-1. Die Personalien: Audero bleibt zwischen den Pfosten, Thorsy rückt ins defensive Mittelfeld, Bonazzoli spielt hinter der Spitze. Baschirotto fehlt gesperrt – ein Erbe, das Nicola hinterlässt.
Vorne wird Jamie Vardy getestet. Die Knieprobleme des Engländers sind kein Geheimnis, aber seine Quote von fünf Toren in 540 Minuten spricht für sich. Okereke soll neben ihm lauern, nicht hinter ihm. „Wir brauchen Tore, keine Tiki-Taka“, sagte Giampaolo nach der Einheit. Die Spieler nickten. Mehr als Worte waren gestern nicht nötig.

Der countdown läuft
Samstag, 15 Uhr, Stadio Tardini: Parma ist Tabellenvierter, hat zuhause nur einmal verloren. Cremone hat außerhalb der Abstiegszone noch keinen Punkt geholt. Die Statistik? Schmeckt nach Selbstmord. Die Wette des Klubs? Ein Trainer, der einmal schon das Unmögliche schaffte. Wenn er es wieder tut, bleibt die Cremonese in der Serie A. Wenn nicht, kassiert er trotzdem weiter – bis 2027.
