Cottbus walzt preußen nieder – tattermusch-doppelpack ebnet weg ins pokalfinale
Blankenfelde-Mahlow, 28. März 2026 – 90 Minuten, 5 Tore, ein verletzter Angreifer, 2000 fassende Waldemar-Mühlbäher-Kampfbahn, die klingt wie nach einem K.o. im Schwergewicht. Und genau das war es: FC Energie Cottbus boxt sich mit einem 5:0-Sonnenbrand beim Regionalligisten BSC Preußen 07 ins Endspiel des Brandenburg-Pokals.
Die Partie war nach 26 Minuten gelaufen. Ted Tattermusch schraubte sich zweimal nach Ecken in den Strafraum, zweimal landete der Ball im Netz – 2:0, Luft raus, Pokaltraum intakt. „Wir haben endlich wieder Tore vom Standard mitgenommen“, sagte Coach Claus-Dieter ‚Pele‘ Wollitz, der nach drei sieglosen Drittliga-Spielen mal wieder lächeln durfte.

Preußen verliert nieland – und die nerven
Die Hausherren erwischten einen rabenschwarzen Tag. Top-Stürmer David Nieland musste nach einem unglücklichen Zweikampf mit Knieproblemen vom Feld – und mit ihm die Hoffnung aufs erste Finale der Vereinsgeschichte. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte schlug Erik Engelhardt zu, kurz nach dem Wechsel Jannis Boziaris mit dem 4:0. Merveille Biankadi ließ sich vom eingewechselten Torjäger Justin Butler den Ball nicht nehmen, verwandelte einen Foulelfmeter zum 5:0. Die Lausitzer buchten ungerührt das Ticket fürs Finale, Preußen-Torwart Maximilian Möller trotz einiger Paraden der tragische Held.
Die Zahl, die zählt: 13. So viele Tore erzielte Energie in den letzten drei Landespokal-Spielen – ein klares Machtdemonstration im Norden Brandenburgs. Nach Abpfiff applaudierte die Cottbus-Anhangsblock lauthals, während die Preußen-Profis mit leeren Blicken im Mittelkreis standen. Die Saison ist für sie vorbei, für Energie beginnt jetzt die heiße Phase.
Der Gegner im Finale steht noch nicht fest, aber der Drehkreuz steht schon: 1. Mai, Stadion der Freundschaft. Dort will Cottbus den Pokal nach Cottbus holen – und mit ihm das Ticket für die erste DFB-Pokal-Runde. Die Marschroute ist klar: Erst die Trophäe, dann der Aufstieg. Denn wer so ballert wie am Samstag, darf träumen. Bis dahin heißt es: Beine hoch, Köpfe auskugeln, Standards einstudieren. Die Saison ist noch lang, aber die Moral ist wieder da.
