Cottbus vor duell mit osnabrück: wollitz schärft die schiedsrichterkritik
Energie Cottbus ist zurück im Aufstiegsrennen – und hat gleich das nächste Topspiel vor der Brust. Am Sonntag empfängt der VfL Osnabrück, die Tabellenführung, in Brandenburg. Doch Coach Claus-Dieter Wollitz sorgt vor dem Duell nicht nur mit taktischen Überlegungen für Gesprächsstoff, sondern auch mit einer deutlichen Ansage an die Schiedsrichter.
Momentum aus münchen – und ein auge auf die pfeife
Nach einer dreiwöchigen Durststrecke feuerte Energie Cottbus mit zwei deutlichen 3:0-Siegen gegen Erzgebirge Aue und 1860 München den Aufstiegsmotors wieder an. Erik Engelhardt bescherte dem FCE dabei gegen die Münchner einen sehenswerten Hattrick. Doch auf diesem Erfolg darf sich das Team von Claus-Dieter Wollitz nicht ausruhen, denn der VfL Osnabrück, mit einem komfortablen Vorsprung von vier Zählern, steht bereits als Nächstes vor der Tür. Die jüngste Niederlage des VfL beim MSV Duisburg könnte Cottbus Hoffnung geben, doch Wollitz blickt vor allem auf seine eigene Mannschaft.
“Wir haben es in der eigenen Hand”, betonte der erfahrene Trainer auf der Pressekonferenz. “Es sind nur noch sechs Spiele, zehn Stunden, wie ein Freund gestern so treffend sagte.” Das Momentum aus dem Sieg gegen 1860 soll mit nach Osnabrück genommen werden. Drei Stammkräfte – Leon Guwara, Jonas Hofmann und Tolga Cigerci – fallen weiterhin verletzt aus, auch wenn sie bereits wieder ins Training eingestiegen sind. Ein Einsatz ist nach der engen Taktung vorerst unwahrscheinlich.

„Entscheidungen, die zum großen nachteil fallen“
Doch Wollitz' Fokus liegt aktuell weniger auf dem kommenden Gegner, sondern auf einer anderen Problematik, die er als “entscheidend” für den weiteren Saisonverlauf betrachtet: die Leistungen der Schiedsrichter. “Am Ende der Saison haben es die Mannschaften, die es geschafft haben, verdient geschafft. Trotzdem sind da zu viele Entscheidungen bei, die in dieser Profiliga aus meiner Sicht zum großen Nachteil für alle Mannschaften fallen”, prangerte er an. Er betonte, dass er keine Bevorzugung wünsche, sondern lediglich eine einheitliche Linie in der 3. Liga.
“Wenn ich mit Kollegen unter vier Augen spreche oder telefoniere, dann sagen die, das ist eine Kirmesliga”, kritisierte Wollitz weiter, angesprochen auf die anstehenden Sonntagsspiele. Der Wunsch nach dem VAR in der kommenden Saison unterstreicht seine Hoffnungen auf den Aufstieg. Patrick Ittrich, ein Schiedsrichter mit Bundesligaerfahrung, wird das Spitzenduell leiten – ein kleiner Lichtblick in einer ansonsten turbulenten Saison.
Die Cottbusser Fans können sich also auf ein spannendes Spiel freuen, bei dem nicht nur die Leistung der Mannschaften, sondern auch die Augen der Schiedsrichter auf dem Rasen sein werden.
