Como vor inter? fabregas: "keine angst, wir suchen lösungen!"

Moßate – Die Ausgangslage ist klar: Como 1948 empfängt morgen Abend den amtierenden Meister Inter Mailand. Ein Duell David gegen Goliath, so könnte man es nennen. Doch Trainer Cesc Fabregas lässt sich von der vermeintlichen Außenseiterrolle nicht entmutigen. Im Vorfeld des Spiels betonte er die Entschlossenheit seiner Mannschaft, trotz der historischen Überlegenheit der Nerazzurri.

Die stärke des gegners ist uns bewusst

“Wir kennen die Stärke von Inter”, erklärte Fabregas in der Pressekonferenz. “Sie sind eine Weltklasse-Mannschaft mit herausragenden Spielern. Aber Angst haben wir keine. Wir respektieren sie natürlich, wie jede andere Mannschaft in der Serie A auch, aber wir sind Como. Wir suchen stets nach Möglichkeiten, uns zu verbessern und unser Spiel durchzusetzen.”

Besonders hervorzuheben ist dabei der Aspekt der Chancenverwertung. In der Hinrunde deutete Como bereits im Pokalspiel eine respektable Leistung an, konnte jedoch keine Tore erzielen. “In diesem Pokalspiel haben wir gezeigt, dass wir Inter kontrollieren können, ihre Stärken neutralisieren. Aber Tore muss man eben auch machen. Wir müssen mutig spielen und hoffen, dass wir morgen eine bessere Tagesform vor dem Tor haben.”

Die Erinnerung an das Hinspiel, die Pokal-Halbfinalpartie im Sinigaglia-Stadion, liegt noch frisch. Obwohl Inter damals ohne einige Stammspieler antrat, demonstrierte Como eine beeindruckende Leistung und hielt das Spiel offen. Die Herausforderung nun besteht darin, diese Leistung zu wiederholen und gleichzeitig die Effizienz vor dem Tor zu verbessern. Die Tatsache, dass Fabregas in seinen bisherigen vier Duellen gegen Inter noch nie einen Sieg errungen hat und kein Tor erzielt werden konnte, unterstreicht die Aufgabe zusätzlich.

Personelle fragen und taktische überlegungen

Personelle fragen und taktische überlegungen

Personell gibt es für Como einige Fragezeichen. Jesus Rodriguez steht ihm wieder zur Verfügung und ist fit. Jacobo Ramon hingegen befindet sich noch im Genesungsphase und seine Teilnahme am Spiel ist ungewiss. “Ich muss noch mit dem Arzt sprechen, um seine Situation richtig einzuschätzen”, so Fabregas. “Seine Woche war noch nicht optimal.”

Taktisch könnte Como eine ähnliche Strategie verfolgen wie im Pokalspiel, indem man das Mittelfeld verdichtet, um den Ballbesitz von Inter zu unterbinden. Fabregas ließ jedoch durchblicken, dass er noch keine endgültige Entscheidung getroffen hat. “Wir müssen sehen, wie Inter agiert. Zu defensiv zu spielen, würde ihnen nur Platz geben, um ihr Spiel aufzuziehen. Dimarco beispielsweise ist einer der besten Außenverteidiger Europas und liefert konstant gefährliche Flanken. Da muss man flexibel sein und nicht nur auf eine Karte setzen. Wir müssen klug sein und hoffen, dass Inter in einigen Situationen unpräzise agiert.”

Die Stimmung im Como-Team ist trotz der schwierigen Aufgabe positiv. Fabregas betonte, dass er sich nicht von äußeren Meinungen beeinflussen lässt und auf die Leistung seiner Mannschaft vertraut. “Viele mögen Como nicht, aber das ist mir egal. Wir konzentrieren uns auf unser Spiel und unsere Ziele. Letztes Jahr hatten wir nur fünf Punkte Rückstand auf die Top-Sechs, dieses Jahr sind wir sogar noch besser platziert und im Pokal-Halbfinale. Wir lassen die Leute reden und gehen selbstbewusst in dieses Spiel.”

Die Zahlen sprechen für sich: Mit fünf Punkten mehr als im Vorjahr und dem Einzug ins Pokal-Halbfinale hat Como eine außergewöhnliche Saison gespielt. Die Frage ist, ob es für einen weiteren Erfolg gegen Inter reichen wird. Die Antwort wird das Spielfeld liefern.