Clemens zeigt moral, cross krönt sich zum wigan-champion
Wigan – Gabriel Clemens hat bei der Players Championship 22 ein starkes Viertelfinale erreicht, obwohl ihm letztlich die Entscheidung im Entscheidungslge gegen Tom Bissell entging. Ein bitterer Rückschlag für den Saarländer, während Rob Cross sich im Finale gegen Maik Kuivenhoven durchsetzte und den Titel sowie die damit verbundenen 15.000 Pfund Preisgeld sicherstellte.

Schindler’s starkes spiel wird nicht belohnt
Die Deutschen hatten insgesamt ein durchwachsenes Turnier. Martin Schindler präsentierte sich in Glanzform, ließ aber eine Führung gegen Gian van Veen aus der Hand. Sein Average von 108,19 pro Aufnahme war beeindruckend, doch am Ende reichte es nicht gegen den Vize-Weltmeister. Ein knapper 5:6-Erfolg für van Veen verdeutlicht die Härte des Wettbewerbs.
Clemens’ Weg ins Viertelfinale war von bemerkenswerten Siegen geprägt. Mit einem Average von 102,44 gegen Mickey Mansell zeigte er sein Können. Auch die vorherigen Duelle gegen Marvin Kraft, Niko Springer und Wesley Plaisier entschied er souverän für sich. Ein Average von 94,22 im Viertelfinale gegen Bissell lässt auf eine hohe Form schließen, auch wenn das Ergebnis besser hätte sein können.
Das Finale zwischen Cross und Kuivenhoven war ein spannungsgeladenes Duell, das Cross mit 8:5 für sich entscheiden konnte. Der Engländer demonstrierte seine Klasse und sicherte sich damit seinen ersten Titel des Jahres 2026. Kuivenhoven musste sich mit dem Runner-up-Preis von 10.000 Pfund zufrieden geben.
Für die übrigen deutschen Spieler – Yorick Hofkens, Lukas Wenig, Ricardo Pietreczko, Arno Merk, Kai Gotthardt, Leon Weber, Pascal Rupprecht und Dominik Grüllich – endete das Turnier bereits in der ersten Runde. Ihre Chancen blieben ungenutzt, was die Dominanz von Cross und die starke Vorstellung Clemens’ zusätzlich unterstreicht. Die Diskrepanz zwischen Schindler's individuellem Können und dem letztendlichen Ergebnis verdeutlicht das bittere Lospech, das ihm widerfuhr.
Die Niederlage von Clemens im Entscheidungslge gegen Bissell zeigt, wie dünn die Grat zwischen Erfolg und Misserfolg im Darts-Sport ist. Ein einziger Fehler kann über Sieg oder Niederlage entscheiden. Die Spannung und die Intensität des Spiels waren bis zum Schluss spürbar und lieferten den Zuschauern ein hochklassiges Ereignis.
