Laporte: vom französischen nobody zum spanischen führungsspieler!
Einem Fußballer nach dem anderen schreibt sich die Karriere in die Geschichtsbücher – und Aymeric Laporte ist ein Paradebeispiel dafür. Was vor kaum mehr als einem Jahrzehnt als Testspiel gegen Zalla begann, gipfelt heute in der möglichen Übernahme der spanischen Nationalmannschaftskapitänsrolle. Eine Geschichte, die von Talent, Beharrlichkeit und einem Trainer geprägt ist, der früh das außergewöhnliche Potenzial erkannte.

Die anfänge in lezama: ein talentierter junge sucht seinen weg
Die Chronik lässt sich bis zum 26. Januar 2011 zurückverfolgen, einem Mittwoch, an dem Athletic Bilbao ein freundschaftliches Spiel gegen Zalla austrug. Joaquín Caparrós, damals Trainer der Basques, wollte der Gelegenheit nutzen, um einigen Spielern Spielzeit zu geben – darunter Iñigo Pérez, De Marcos und Iturraspe. Doch es war ein anderer Name, der an diesem Tag ins Auge fiel: Aymeric Laporte, ein 16-jähriger Franzose, der bereits 2009 von Athletic entdeckt worden war. Das Spiel, das Athletic mit 0:3 gewann, markierte den Beginn einer außergewöhnlichen Karriere. Laporte spielte die erste Halbzeit, bevor er von Ruiz de Galarreta ersetzt wurde – ein Moment, der später von Marca festgehalten wurde, bevor er zu einem Weltklassespieler reifte.
Doch die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt. Peio Agirreoa, eine Legende in Lezama, ehemaliger Torwarttrainer von Iribar und Coach des Basconia, erinnert sich an den jungen Laporte. „Ich hatte ihn ein Jahr unter Vertrag. Eine fantastische Erinnerung! Er war ein unglaublicher Spieler! Ein reines Talent, das alles hatte. Sein Körperbau war beeindruckend, er ist Linksfuß – enorm wichtig für einen Innenverteidiger – er hat eine ausgezeichnete Spieleröffnung, ist kopfballstark, aggressiv… alles, was er brauchte, um zu dem zu werden, was er heute ist.“
Mehr als nur Talent: Die Bedeutung seiner Persönlichkeit
Agirreoa betont, dass Laportes Talent nur die halbe Wahrheit ist. „Obwohl er all diese Tugenden besaß, schätze ich seine Persönlichkeit noch höher. Aymeric hatte großes Selbstvertrauen, seine Selbstachtung war enorm. Ich bin sicher, dass viel von dem, was er erreicht hat, auf das zurückzuführen ist – auf diese mentale Aggressivität, diesen Siegeswillen, wenn es darum geht, Dinge anzugehen. Er war fest davon überzeugt, dass er es in die erste Mannschaft schaffen würde. Es ist nicht üblich, dass ein 17-jähriger Junge das hat.“
Das erste Jahr war alles andere als einfach. Ein bürokratischer Fehler verhinderte Laportes Spielberechtigung. „Es war eine harte Zeit für ihn, weit weg von seiner Familie und seinen Freunden. Ein junger Mann von 14 oder 15 Jahren. Er trainierte in Lezama, bestritt Freundschaftsspiele, aber am Wochenende reisten seine Teamkollegen oder hatten Heimspiele. Er hat es sehr schwer gehabt. Ich glaube, dass dieser Charakter, diese Härte, die er hat, auch daraus resultiert.“
Die Geschichte von Laporte ist ein Beweis dafür, dass Talent allein nicht ausreicht. Beharrlichkeit, eine starke Persönlichkeit und die richtige Unterstützung können einen Spieler zu außergewöhnlichen Höhen führen. Und während er nun möglicherweise die spanische Nationalmannschaft als Kapitän anführt, bleibt die Erinnerung an das Testspiel gegen Zalla ein bescheidener Anfang einer Karriere, die die Welt des Fußballs verändert hat.
Die Anekdote um den Konflikt mit dem Al-Nassr, der ihn sieben Spiele von der Nationalmannschaft fernhielt, ist fast nebensächlich. Sie unterstreicht jedoch die Entschlossenheit des Verteidigers, sich zu beweisen und seine Position zu verteidigen – ein Charakterzug, den Peio Agirreoa vor Jahren bereits erkannte.
