City dreht 0:1 in 180 sekunden und stapelt triumphe wie rekorde
Manchester City schlägt Southampton 2:1 – und schon wieder steht der Klub im FA-Cup-Finale. Die vierte Endspielteilnahme in Serie ist keine Routine, sondern eine Ansage: Pep Guardiolas Maschine friert auch im April nicht ein.
Avaz trifft, wembley glaubt an das märchen
Der Zweitligist führte bis zur 79. Minute, weil Finn Avaz einen Konter mit links unten versenkte. 0:1, und plötzlich roch das alte Stadion nach Sensation. Dann schaltete City den Turbo, den nur wenige Teams auf der Welt besitzen. Jérémy Doku traf aus 17 Metern, fünf Minuten später schob Nico aus kurzer Distanz ein – 2:1, Spiel gedreht, Traum begraben.
Guardiola hatte acht Positionen rotiert, trotzdem dominierten seine Spieler 70 Minuten lang mit 71 Prozent Ballbesitz. Die Statistik lügt nicht, aber sie erzählt auch nicht die ganze Wahrheit. Denn zwischen der 75. und 82. Minute schlichen sich die gleichen Lücken ein, die City in der Champions League teuer zu stehen kamen. Southampton nutzte sie einmal, danach rettete Daniel Peretz mit drei Glanzparaden die nächste Großchance. Am Ende half nur noch Beton.

16. Mai wird zur machtdemonstrion
Im Finale wartet Chelsea oder Leeds – egal. City hat bereits den Ligapokal gewonnen, liegt in der Premier League zwei Punkte vor Arsenal und jagt den achten Pokalsieg der Klubgeschichte. Die Frage ist nicht mehr, ob diese Saison eine Trophäe herausspringt, sondern wie viele. Guardiola sagte nach dem Abpfiff nur: „Wir wissen, wie man Mai gewinnt.“
Die Zahlen sprechen für sich: 23 Siege in den letzten 25 Pflichtspielen, 71 Tore in 21 Partien seit Februar. Und ein Kader, in dem selbst Bankspieler wie Nico binnen Sekunden die Klinge ziehen. Southampton geht leer aus, aber mit erhobenem Kopf. Die Saints haben dem Favoriten gezeigt, dass selbst perfekte Maschinen menschliche Sekunden haben – nur dass City diese Sekunden mittlerweile auf drei Minuten verkürzt hat.
