Al-ahli quetscht sich zum zweiten asien-titel – al-buraikan trifft dank kessiés patzer
1:0 nach Verlängerung – Al-Ahli hält den AFC-Champions-League-Pokal. Was wie ein souveräner Erfolg klingt, war ein 120-Minuten-Krimi gegen ein Machida Zelvia, das 25 Minuten in Überzahl spielte und trotzdem leer ausging. Der 96-Minute-Treffer von Firas Al-Buraikan entschied die Partie, nachdem Franck Kessié den Ball versehentlich in seinen Lauf spitzelte.
Die ersten 45 minuten: al-ahli drängt, machida überlebt
Schon nach fünf Minuten feuerten Roger Ibáñez, Hassan Al-Hawsawi und Galeno drei Fernschüsse ab – alles knapp vorbei. Machidas einzige Antwort: ein Kopfball von Nakamura, den Édouard Mendy entschärfte. Danach dominierte der Meister: Galeno tauchte frei vor Tani auf, zielte aber zu zentral. Kurz vor der Pause legte der Brasilianer scharf in die Mitte, Demiral verpasst aus fünf Metern – ein Fehlschuss, der sich noch rächen sollte.
Mit Beginn der zweiten Hälfte verflachte das Spiel. Beide Trainer wechselten früh, Alexander Blessin zog Enzo Millot trotz Gelb-Karte raus und brachte Al-Buraikan neben Ivan Toney. Die erste Aktion des Saudis: Steilpass auf Edoa, Lavi trifft ihn am Fuß – Elfmeterpfiff bleibt aus. Die Temperatur stieg, Hawsawi flog nach einem Kopfstoß gegen Erik mit Rot (70.). Machida nahm die Überzahl zum Anlass, Mae zwingt Mendy zu einer Glanzparade. Al-Ahli wankte, doch Soma vergab aus spitzem Winkel.

Verlängerung: kessiés missgeschick macht den champion
In der 96. Minute riss Mahrez halblinks den Ball mit, seine Flanke sprang über Toney hinweg. Kessié wollte kontrollieren, trat daneben – und landet genau bei Al-Buraikan. Der Joker aus der 62. Minute schob cool ins lange Eck. Machidas letzte Kraftreserve war verpufft, der Pokal blieb im Alinma Stadium. Al-Ahli krönt sich zum zweiten Mal asiatischer Klub-König – und diesmal ohne den glatten Sieg, den viele erwartet hatten.
