Chicago bulls feuern jaden ivey nach instagram-rauswurf – pride-attacken rufen sofortige konsequenz wach
Die Chicago Bulls haben am Montag den Steckbrief „verdienter Rookie“ zerrissen und Jaden Ivey mit sofortiger Wirkung entlassen. Grund: „verhaltenschädigend für das Team“. Auslöser waren Instagram-Livestreams, in denen der 22-Jährige die NBA- Pride-Month-Feierlichkeiten als „globale LGBTQ-Propaganda“ diffamierte und den Katholizismus als „falsche Religion“ bezeichnete. Weniger als vier Monate nach dem Trade von Detroit ist Iveys Chicago-Zeit vorbei – und mit ihr seine Sicherheit als Restricted Free Agent.
Die posts, die die bulls in die deckung zwangen
In einer Serie von Clips, die innerhalb von 24 Stunden über 2,3 Millionen Aufrufe erzielten, wetterte Ivey: „Die NBA zeigt der Welt, dass Unrecht gefeiert wird – join uns im Pride Month!“ Dazwischen behauptete er, mehrere Superstars würden „nicht wirklich glauben, sie folgen nur dem Mainstream“. Die Reaktion der Bulls ließ nicht lange auf sich warten. Um 14:07 Uhr Ortszeit flatterte das knapp 100 Worte zählende Communiqué ins Mail-Postfach der Liga: Man distanziere sich „vollständig“ von den Aussagen, Vertrag aufgelöst, kein weiterer Kommentar.
Ivey selbst schaltete später live nach – diesmal von seinem Auto aus – und forderte eine direkte Konfrontation: „Wenn euch meine Meinung stört, sagt’s mir ins Gesicht, don’t hide behind statements.“ Die Bulls schwiegen. Stattdessen arbeitete die PR-Abteilung bereits an einer internen Guideline für zukünftige Social-Media-Eskapaden, wie aus Vereinskreisen verlautete.

Verletzte kniesehne, verkappter marktwert
Sportlich war Iveys Saison ohnehin gelaufen. Nach einem Meniskusriss im Februar fiel er für den Rest der Spielzeit aus – vier Spiele, 11,5 Punkte, 38 % Feldwurf, eher mau für jemanden, der in Detroit noch als möglicher Franchise-Guard galt. Die Bulls hatten ihn zusammen mit einem Second-Round-Pick für Kevin Huerter erworben, um Backcourt-Tiefe hinter Zach LaVine zu schaffen. Nun ist Huerter in Sacramento verstärkt, Ivey ohne Vertrag und muss hoffen, dass ein Team die PR-Keule schwingt, um eine Minimum-Deal-Risiko einzugehen.
Die Liga selbst reagierte ausweichend. Man erwarte, „dass alle Spieler die Werte der NBA respektieren“, hieß es in einem Statement. Die Spielergewerkschaft NBPA lehnte einen Kommentar ab – wohl wissend, dass Iveys Fall die nächste CBA-Verhandlung zusätzlich anheizt: Wie viel Meinungsfreiheit verträgt ein Employer-Brand, der Globalität predigt?
Fakt ist: Ivey verliert nicht nur Gehaltsschecks von 3,9 Millionen Dollar, sondern auch die Restricted-Free-Agent-Klausel. Jeder Klub kann ihn ab sofort für die Minimum-Exceptions verpflichten – vorausgesetzt, er übersteht die Media-Tsunami-Welle. Letztes Jahr noch galt der Combo-Guard als Lotterie-Talent mit 20-Punkte-Potenzial. Nun ist er Ex-Bull, ohne Kniesehne und mit einem Online-Fußabdruck, der schwerer wiegt als jedes Box-Score-Statline.
