Chaos vor dem finale: gruppe b platzt, psg rutscht auf rang vier
30 Sekunden vor Schluss war Pick Szeged noch sicher im Viertelfinale, dann schlug Plock aus und warf die Rechnung durcheinander. Das 30:30 in Polen war nicht nur ein Remis, es war die Zündung für ein Gruppenfinale, das bis zur letzten Sekunde offen blieb – und Paris Saint-Germain auf Platz vier beförderte.
Gog erledigt pflichtaufgabe, szeged zittert sich in die play-offs
Frederik Bjerre traf neunmal, Oli Mittun sechsmal, und GOG Svendborg schickte Zagreb mit 33:28 heim. Die Dänen wussten: Ein Sieg reicht, Platz drei ist ihnen sicher. Doch die eigentliche Dramatik lief parallel in Plock. Pick Szeged führte, vergab, kassierte den Ausgleich in letzter Sekunde – und rutschte prompt auf Rang fünf. Die Konsequenz: Statt direkt im Viertelfinale zu stehen, müssen die Ungarn nun gegen den Dritten aus Gruppe A ran.
Paris hingegen profitierte vom Patzer der Ungarn. Die 34:26-Kanone gegen Magdeburg reichte, um sich im Drei-Wege-Vergleich mit 65:64 gegen GOG und 58:59 gegen Szeged durchzusetzen. Kein Fan in der Halle ahnte, dass jedes Tor zählt – bis die Tabelle nach dem Abpfiff das verrückte Bild zeigte: PSG auf vier, GOG auf drei, Szeged auf fünf.

Barcelona demonstriert macht, magdeburg spielt nur nebenrolle
SC Magdeburg bräuchte einen Sieg in Paris und gleichzeitig eine Barcelona-Pleite gegen Pelister, um Gruppensieger zu werden. Das Szenario hielt exakt 180 Sekunden. Dann drehte Barca auf, schoss sich in 60 Minuten eine 47:27-Gala heraus und sicherte sich Platz eins. Für Magdeburg bleibt trotz des 26:34 nur Rang zwei – und das bittere Gefühl, dass selbst ein Sieg in der Seine-Stadt nicht gereicht hätte.

Gruppe a liefert letztes rätsel – kielce mit besten karten
Während Gruppe B ihre Schlusspunkte setzte, brodelt es in Gruppe A noch. Füchse Berlin sind bereits fixer Sieger, Aalborg Handbold fester Zweiter. Dahinter kämpfen Kielce, Veszprém und Nantes um Rang drei bis fünf. Kielce reist als Favorit zu Schlusslicht Kolstad, Veszprém empfängt Aalborg, Nantes muss nach Berlin. Die Pole haben die bessere Tordifferenz, Veszprém den besseren Direktvergleich. Sporting Lissabon kann theoretisch noch auf Platz sechs springen, dafür müsste Dinamo Bukarest geschlagen und gleichzeitig ein Torwunder geschehen: 39 Tore Rückstand auf Veszprém sind kaum aufzuholen.
Die Play-offs stehen fest: Pick Szeged trifft auf den Dritten aus Gruppe A, GOG bekommt es mit dem Vierten zu tun. Wisla Plock wartet auf den Sechsten, PSG auf den Fünften. Die Viertelfinal-Paarungen sind bereits gezeichnet: Sieger der Play-offs treffen auf Füchse Berlin, Aalborg, Barcelona und Magdeburg. Die Karten sind gemischt – und kein Top-Team kann sich sicher sein, dass der eigene Viertelfinal-Gegner wirklich der leichtere ist.
