Celta kippt in balaídos: champions-auswärts, abstiegs-heim

17 Punkte aus 15 Heimspielen – das ist die schlechteste Balaídos-Bilanz seit 15 Jahren. Der Celta spielt sich in Vigo die Europaplatz-Chance weg, während er auswärts wie ein Titelanwärter durchstartet.

24 Auswärts, 17 zuhause: die spaltung wird zur falle

24 Auswärts, 17 zuhause: die spaltung wird zur falle

Claudio Giráldez’ Mannschaft ist das drittbeste Auswärtsteam der Liga, hinter Real Madrid und Barcelona. 24 Punkte holte sie fernab Galiciens, nur sieben weniger als das Spitzenduo. Zu Hause dagegen schlurft sie auf Rang 17 – vier Siege, fünf Remis, sechs Niederlagen. Levante, Real Oviedo und Sevilla sind die einzigen Klubs mit noch armseligeren Heimstatistiken.

Die 3:4-Pleite gegen Alavés war kein Ausrutscher, sondern die logische Folge einer Saison, in der Balaídos zur Schreckenskammer wurde. 28 Punkte gingen hier bereits verloren – sieben mehr als im gesamten Vorjahr. Die Konsequenz: Wer auswärts Champions-League-Niveau zeigt, wackelt daheim am Abstiegstabla.

Die verbleibenden Gegner Oviedo, Elche, Levante und Sevilla klingen nach Rettung. Doch genau diese Teams haben im eigenen Stadion ebenso wenig zu verlieren. Für Celta heißt es nun: Sieben Punkte Minimum, sonst wird die Europa-League-Quali zur Lotterie.

Die Zahlen sind brutaler als jedes Spielbild: 36 Heimpunkte 2023/24, nur 17 in dieser Spielzeit. Der Absturz ist kein Zufall, sondern das Resultat aus zahnloser Chancenverwertung und einer Defensive, die in Vigo 21 Gegentore kassierte – acht mehr als auf fremden Plätzen.

Wenn am nächsten Samstag Oviedo anreist, wird Balaídos wieder kochen. Die Frage ist nur: vor Freude oder vor Wut? Denn wer als Außenseiter in der Fremde glänzt, muss daheim liefern – sonst wird das internationale Ticket zum Fliegengewicht.