Catalanisches duell: alte wunden reißen auf – eskalation nach dem abpfiff!

Das an sich unspektakuläre Derbi zwischen Barcelona und Espanyol offenbarte nach dem Schlusspfiff eine beunruhigende Eskalation, die weit über sportliche Rivalität hinausgeht. Während das Spiel selbst keine größeren Rangeleien bereithielt, brodelte die Vergangenheit unter der Oberfläche und entlud sich im Nachgang.

Gavi im fokus: karten und konfrontation

Gavi im fokus: karten und konfrontation

Ein kleiner Vorgeschmack auf die späteren Ereignisse lieferte bereits die Gelb-Rote Karte für Gavi, die er sich im Laufe der Partie aufgrund eines Streits mit El Hilali einhandelte. Doch der eigentliche Sturm der Entrüstung begann nach dem Spielende, als der Mittelfeldspieler des FC Barcelona Pere Milla des Espanyol aufsuchte, um ihn zur Rede zu stellen. „Es ist immer dasselbe Spiel“, kommentierte Pol Lozano die Situation zutreffend.

Von den Rängen aus wurde die Feindschaft gegenüber Espanyol in zwei Fällen offen demonstriert, was dazu führte, dass die Stadiondurchsagen eindringlich zur Besonnenheit und zur Vermeidung von abfälligen oder gar rassistischen Äußerungen aufforderten. Doch diese Mahnungen schienen kaum Wirkung zu zeigen.

Nachdem die Gemüter sich etwas abgekühlt hatten, applaudierten die Spieler gemeinsam mit den Fans den Gesang „Sí se puede“, eine motivierende Stimmungsübung vor dem Rückspiel gegen Atlético Madrid am Dienstag. Besonders die spanischen Spieler des FC Barcelona ließen es sich nicht nehmen, sich lautstark am traditionellen Spottgesang gegen Espanyol zu beteiligen, der aus den Rängen der jüngeren Fans im neuen Camp Nou ertönte.

Ein schmutziger Chor: Fermín, Casadó, Gavi, Balde, Lamine und weitere Talente sangen und tanzten ausgelassen zu den provokanten Zeilen: „Ich schwöre dir, auch wenn die Jahre vergehen, werden wir dich nie vergessen, wir haben dich Sarriá umgeworfen und dich dann aus unserer Stadt vertrieben, dann bist du abgestiegen, um Champion zu sein. Wir werden für deinen Untergang beten.“ Fermín, der bereits in der Vergangenheit mit entsprechenden Aktionen aufgefallen ist, hat zudem bereits eine Fahne der Boixos Nois präsentiert, einer bekannten Ultragruppe des FC Barcelona. Auch Gavi ließ bei einer kürzlichen Titelfeier eine „Antimadridista“-Fahne hochhalten.

Die wiederholte Beteiligung von Spielern, darunter sogar Nationalspieler wie Fermín, an solchen Aktionen wirft ein fragwürdiges Licht auf den Verein und seine Werte. Es ist ein Zeichen mangelnden Respekts und eine unnötige Provokation, die dem Ansehen des Fußballs schadet. Es sei denn, die Verantwortlichen des FC Barcelona handeln entschieden, drohen diese Vorfälle die sportliche Leistung in den Hintergrund zu rücken und das Image des Vereins nachhaltig zu beschädigen. Die Frage ist nicht, ob, sondern wann die Konsequenzen folgen.