Cas-urteil: mutterschutz im fußball endlich gestärkt!
Ein Sieg für die Spielerinnen! Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat in der Causa Maja Göthberg ein wegweisendes Urteil gefällt und damit den Mutterschutz im Profifußball deutlich gestärkt. Lazio Rom muss nun Schadensersatz zahlen – ein deutliches Signal an alle Vereine.

Ein vertrag ohne unterschrift? der cas sagt: ja!
Der Fall hatte sich um die schwedische Verteidigerin Maja Göthberg gedreht, die nach der Bekanntgabe ihrer Schwangerschaft von Lazio Rom kurzfristig „entlassen“ wurde. Das CAS hat nun entschieden, dass bereits vor der Offenlegung der Schwangerschaft ein bindender Arbeitsvertrag bestand – auch ohne formelle Unterschrift. Das ist eine überraschende Feststellung, die die Bedeutung von mündlichen Zusagen und impliziten Vereinbarungen im Profisport unterstreicht.
Alexandra Gomez Bruinewoud, Rechtsdirektorin von FIFPRO, bezeichnete das Urteil als „wegweisend“ und betonte, dass es die künftige Anwendung von Schutzbestimmungen bei Schwangerschaften im Profifußball prägen könnte. Es geht um mehr als nur um Göthberg. Es geht darum, dass Vereine nicht einfach aus einem Arbeitsverhältnis aussteigen können, sobald sie von einer Schwangerschaft erfahren.
Lazio Rom reagierte auf das Urteil mit der üblichen diplomatischen Formulierung, nahm es „zur Kenntnis“ und argumentierte, dass es aufgrund fehlenden direkten Kontakts zu Göthberg zu „signifikanten Missverständnissen“ gekommen sei. Allerdings kündigte der Verein an, seine internen Verfahren zu überprüfen und zu stärken – ein Schritt, der längst überfällig war.
Göthberg selbst äußerte sich erleichtert und betonte, dass es ihr bei dem Verfahren darum gegangen sei, „fair und respektvoll“ behandelt zu werden. Das Urteil sende eine klare Botschaft aus: Eine Schwangerschaft darf niemals als Hindernis oder Problem angesehen werden, das einer Spielerin eine Karriere verwehren sollte. Die Summe von 69.333 Euro mag zwar nur eine Entschädigung für den erlittenen Schaden sein, doch die symbolische Bedeutung dieses Urteils ist ungleich größer.
Die Entscheidung des CAS könnte weitreichende Folgen für den Umgang mit Schwangerschaften im Profifußball haben und dazu beitragen, dass Spielerinnen endlich die Rechte erhalten, die ihnen zustehen. Ein wichtiger Schritt hin zu mehr Fairness und Gleichberechtigung im Sport.
