Castrop-sperre: bitterer rückschlag für gladbach im saisonendspurt!
Borussia Mönchengladbach muss im Kampf um die internationalen Plätze einen herben Rückschlag verkraften: Jens Castrop, der auf der linken Seite in den letzten Wochen stets belebend wirkte, wird dem Team im Saisonendspurt aufgrund seiner roten Karte gegen den VfL Wolfsburg fehlen. Der DFB-Sportgerichtshof verhängte eine Sperre von drei Spielen – für den jungen Koreaner bedeutet das das vorzeitige Saisonende.
Ein hoffnungsträger fällt aus
Castrops Ausfall wiegt schwer, denn er war zu einer der wenigen Lichtblicke in einer ansonsten wenig überzeugenden Gladbacher Mannschaft geworden. Gerade im Offensivspiel hapert es oft an Tempo und Durchschlagskraft, und Castrop hatte mit seiner Dynamik und seinen Vorstößen über den Flügel für frischen Wind gesorgt. Allein: Das Ungestüm des 22-Jährigen führte nun zur roten Karte gegen Wolfsburg, nachdem er Sael Kumbedi hart rücksichtslos zu Boden grätschte. Schiedsrichter Tobias Stieler zögerte nicht und schickte ihn vom Platz.
Bereits im Oktober war Castrop im Heimspiel gegen den FC Bayern mit einem Foul an Luis Diaz die rote Karte erhalten und für zwei Spiele gesperrt worden. Damit ist es bereits die zweite Rotsperre in dieser Saison für den ehemaligen Nürnberger – ein bezeichnendes Zeichen für seine manchmal etwas ungestüme Art, die Sportchef Rouven Schröder in der Vergangenheit bereits thematisiert hatte.

Ullrich rückt nach – kann er die chance nutzen?
Für Lukas Ullrich bietet sich nun die Gelegenheit, in die Stammelf zu rücken. Der deutsche U-21-Nationalspieler hatte zuletzt gegen Castrop in der Rangfolge das Nachsehen. Am Sonntag gegen Borussia Dortmund winkt ihm die Startelf – eine Chance, sich zu beweisen und zu zeigen, dass er auch in den kommenden Spielen eine feste Größe im Team werden kann. Seine Leistung gegen Mainz war allerdings alles andere als überzeugend, und auch in Wolfsburg saß er die gesamte Partie über auf der Bank.
Castrop selbst zählt zu den Erfolgsgeschichten der Saison. In 26 Bundesliga-Spielen erzielte er drei Tore und bereitete zwei weitere vor. Seine Einsatzbereitschaft und Laufstärke machten ihn zu einem wichtigen Aktivposten im Team. Doch in den letzten Wochen machte sich zunehmend der Substanzverlust bemerkbar, was zu einer höheren Fehlerquote führte. „Jens muss da an sich arbeiten“, so Schröder. „Nur so kann er sein Potenzial als Unterschiedsspieler voll ausschöpfen.“
Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Ullrich die Lücke, die Castrop hinterlässt, adäquat füllen kann. Denn die Konkurrenz um die internationalen Plätze ist groß, und Gladbach braucht jetzt jeden Punkt.
