Castrín: vom nobody zum sevilla-helden – sein erster treffer!
Andres Castrín, kaum ein Name in den Schlagzeilen vor wenigen Monaten, hat sich in den entscheidenden Spielen der laufenden LaLiga-Saison zu einer echten Stütze des FC Sevilla entwickelt. Seine Entwicklung, gepaart mit dem ersten Tor in der obersten spanischen Liga, zeigt den Aufstieg eines jungen Spielers, der sich seinen Platz hart erarbeitet hat.
Die überraschung der familie und die emotionale explosion
Der zentrale Verteidiger, der in Riotorto geboren wurde, sprach im Rahmen des Sevilla FC+ Programms „El Cubo“ über den Moment seines ersten Tores. „Ich sah den Flügel, niemand kam mir in die Quere, und ich hatte keinen klaren Pass. Ich sah den Raum, habe den Verteidiger verzweifelt getäuscht und abgezogen. Es war ein Gefühl von purer Euphorie, ich musste mich fast zwingen, weiterzuatmen. Es war mein erstes Tor in der Primera, in einer Situation, in der es um alles geht.“ Die Emotionen überwältigten ihn, so Castrín.
Doch nicht nur das Tor selbst war ein emotionaler Moment. Trainer García Plaza überraschte die Mannschaft mit dem Besuch der Familien vor dem Spiel gegen die Real Sociedad. „Es war ein Montag, meine Familie konnte nicht kommen. Aber beim Essen teilte uns der Trainer mit, dass es eine Überraschung gibt. Ich dachte, es könnte meine Familie sein. Ich sah zuerst Nylands Familie, dachte aber, meine könne nicht da sein. Dann kamen alle, ich sah meine nicht und bekam einen Dämpfer. Erst als mein Vater als Letzter hereinkam, dachte ich: Das können wir nicht verpassen. Es waren acht Stunden Autofahrt für sie!“
<
Die harte reise und die psychologische unterstützung
Castrín betonte, wie er sich von Anfang an mit dem Verein identifizieren konnte. „Die Hingabe, das Opferbereitschaft… Für mich war es hart, hierher zu kommen. Ich wusste nicht, ob ich es schaffen würde und fragte mich, ob es sich lohnt, wenn man sich so weit von zu Hause fühlt. Hier gibt es eine großartige Gruppe, die mich sehr unterstützt hat. Ich bin sehr familiär veranlagt, und obwohl ich mit 21 Jahren hier ankam, wurde mir bewusst, wie viel Verantwortung ich trage. Ich bin Jesús Galván sehr dankbar, er hat mir vertraut, als es mir psychisch nicht gut ging.“
Seine Worte sind ehrlich und offen: „Ich bin kein Mensch, der Dinge für sich behält. Die Mitspieler wissen, dass es mir nicht leicht war.“ Die Unterstützung des Vereins hat ihm geholfen, sich zu entwickeln und seine Chance zu nutzen. „Der Fußball ist voller solcher Momente, man muss den Zug erwischen. Ich habe meine Komfortzone verlassen, um einen Traum zu verfolgen. Bernardo Cruz, der Kapitän des Sevilla Atlético, sagte mir, dass ich hier Fußballer werde. Ich sah, dass es ein guter Ort zum Lernen sein könnte.“
Castrín hat bewiesen, dass man mit Leidenschaft, harter Arbeit und der Unterstützung des Teams auch als Nobody zum Helden werden kann. Sein Aufstieg ist ein Beispiel für die Bedeutung von Teamgeist und persönlicher Entschlossenheit im Profifußball.
