Capello schlägt alarm: inter muss gegen atalanta die echte maske wiederfinden
Die Meisterschaft ist längst nicht gelaufen. Fabio Capello sieht den Serie-A-Titel trotz sieben Punkten Vorsprung auf dem Papier in Gefahr – und setzt die Finger in die offene Wunde der Nerazzurri.
„Das Herz hat Gründe, die der Verstand nicht kennt“, zitiert Capello Pascal. Die Logik spricht für Inter, das Gefühl aber für ein Drama, sollte die Truppe von Christian Chivu auch gegen Atalanta die Kopie statt des Originals abliefern. Nach dem schwachen Derby und den zwei unrühmlichen Partien gegen Bodo/Glimt zittert Mailand vor der eigenen Staffel.

Der letzte kilometer ist kopfsache
Capello brennt die letzten zehn Spieltage auf die Formel „Kopf, Kondition, Kontinuität“ zusammen. Wer in Runde 28 gegen Atalanta erneut tempoarm und ideenlos auftritt, verspielt nicht nur Punkte – er öffnet dem als Jäger gestarteten Milan Tür und Tor.
Der Experte sieht in Inter das schnellere, tiefere Kader. Trotzdem warnt er: „Papier verliert im Sturm.“ Gemeint ist jener emotionale Orkan, der entsteht, wenn die Rossoneri an der Scala den Anschluss schaffen und die Nerazzurri plötzlich den Druck der Favoritenrolle spüren.
Chivus Aufgabe lautet daher nicht Taktik-Geheimrezept, sondern „Rückkehr zur Ur-Version“: hoher Defensive Druck, schnelle Vertikalität, Lautsprecherstimme von Lautaro und Calhanoglu auf dem Platz. Alles andere, so Capello, „wäre ein Selbstbedienungsladen für Gasperinis Atalanta“.
Die Zahlen sprechen klar: Gewinnt Inter, bleibt die Luftloch-Distanz bei sieben Punkten, bei einem Ausrutscher schrumpft sie auf vier. Dann wäre die Meisterschaft laut Capello „nicht mehr nur eine Frage der Mathematik, sondern der Psyche“.
Kurz: Samstagabend in der Gewiss-Stadium entscheidet sich, ob Inter den Scudetto-Sprint als Solist oder als Teil eines packenden Zwei-Kampfes bestreitet. Capello ist sich sicher – der ehemalige Real-Coach weiß, dass der letzte Kilometer nicht in den Beinen, sondern zwischen den Ohren entschieden wird.
