Shai trifft wie wilt und schickt denver nach hause
126 Nächte lang trifft Shai Gilgeous-Alexander nie weniger als 20 Punkte. Nacht 126 war die spektakulärste: Drei Sekunden vor Schluss senkt er die Bombe, die Denver erledigt – und Oklahoma City auf 48-20 hievt.
Die Zahl ist längst eine Marke. Mit 35 Punkten, 9 Assists und 5 Rebounds schraubt der Kanadier die längste 20-Punkte-Serie seit Wilt Chamberlain auf 126 Spiele – exakt der Rekord, den der Stilt seit 1964 hält. Niemand, nicht einmal Jordan, nicht einmal LeBron, kam seitdem ran.
Jokic liefert, aber die bank bleibt leer
Nikola Jokic antwortet mit Triple-Double: 32 Punkte, 14 Rebounds, 13 Assists. Doch hinter ihm verpufft der Ruf nach Hilfe. Jamal Murray verlässt früh mit Foul-Trouble, Michael Porter jr. bleibt bei 4/14 FG. Die Nuggets kassieren ihre vierte Niederlage in Serie und rutschen auf Platz fünf des Westens zurück – eine kleine Krise, die sie vor Playoff-Start lösen müssen.
Die Thunder dagegen tanken Selbstvertrauen. Neben Shai trumpft Lu Dort mit 21 Punkten auf, Chet Holmgren blockt zweimal in den letzten 90 Sekunden. Trainer Mark Daigneaults Rotation funktioniert: OKC trifft 46 % aus der Distanz, gewinnt die letzte Minute mit 7-2.

Die nacht der superstars
In Los Angeles lässt Kawhi Leonard die Knicks erneut alt aussehen: 36 Punkte bei 70 % FG, Clipper-Sieg 126-118. New York kassiert die zweite Pleite in 24 Stunden – die Kalifornien-Reise endet mit 0-2 und fraglicher Defense.
James Harden knackt in Clevelands 115-101-Sieg die 29.000-Punkte-Marke. Nur sieben Spieler jemals waren schneller, keiner hatte so viele Assists dabei: 12 heute, dazu 22 Punkte. Brooklyn besiegt Memphis 126-115, Utah demontiert Golden State 119-116 – die Warriors rutschen auf 10. Platz und müssen um den Play-In zittern.
Die Liga schaut aber nach Oklahoma. Dort feiert ein 25-Jährender, der in seiner Saisonpause Filme über Wilt Chamberlain schaut, nun den gleichen Kreis wie die Legende. Shai selbst wischt Nachfragen beiseite: „Ich will Titel, keine Statistiken.“ Die nächste Chance kommt schon am Freitag gegen Phoenix. Wenn er dann wieder 20 Punkte trifft, steht er bald allein an der Spitze – und der Mythos Chamberlain hat endlich Nachfolger.
