Caja rural zerriss die classic loire atlantique – leitão sprintet zum saisonstart

Wind, Wirrungen, Wucht: Caja Rural-Seguros RGA schreibt in der Classic Loire Atlantique die erste Siegesstory des Jahres 2026 – und der Portugiese Iúri Leitão liefert den Beweis, warum er seit 2022 zur festen Bank der Spanier gehört.

Schon beim Start wehte ein Schnitt quer durchs Feld, 30 Fahrer entwischten, darunter alle sieben Grün-Helme. Drei Stunden lang jagten sie über die wellige Schleife zwischen Weinbergen und Atlantik, doch das Peloton schlukte den Ausreißerzug wieder. Kein Problem für Caja Rural: Die Mannschaft blieb fortan auf Position eins bis zehn, lenkte jeden Angriff, neutralisierte jede Lücke. „Wir haben von Kilometer null die Kontrolle übernommen“, sagt Leitão, „die Jungs haben mich wie eine Artillerie in die letzte Kurve geschossen.“

Prades' flucht endet 100 meter vor dem ziel

Die Entscheidung fiel in der Avenue de la Gare von Nantes. Eduard Prades schlüpfte auf der letzten Rampe in eine Lücke, zog 250 Meter mit 55 km/h, sah bereits die Armbänder des Siegers – dann wurde er verschluckt. Hinter ihm schaltete Leitão einen Gang höher, jagte mit 73 km/h über die Linie und verwandelte die vermeintliche Niederlage in ein sicheres Ticket zur Siegerehrung. Prades wurde noch Achter, was ihm selbst ein verschmitztes Lächeln abringt: „Lieber achter und Sieg für den Kapitän als zweiter und nichts für die Mannschaft.“

Die Zahlen sprechen für sich: Leitão trägt seit drei Jahren das Grün der Caja Rural, und jedes Jahr liefert er mindestens einen Sieg – 2022 den GP Valencia, 2023 eine Etappe der Volta ao Alentejo, 2024 den Antwerp Port Epic, jetzt also Nantes. „Das ist kein Zufall, das ist Konstanz“, lobt Sportlicher Direktor José Cabedo. „Er tritt nicht einfach an, er tritt auf – und zwar punktgenau.“

Berwick schraubt sich in catalunya nach vorn

Berwick schraubt sich in catalunya nach vorn

Während die Loire-Truppe feierte, rackerte sich Sebastian Berwick auf der anderen Seite der Pyrenäen. Bei der Volta a Catalunya sicherte sich der Australier Rang 26 und klettert in der Gesamtwertung auf Platz 22 – nur drei Sekunden trennen ihn vom Top-20. Auch Jose Felix Parra und Jaume Guardeño halten sich im ersten Drittel des Klassements, was Teamchef Eugenio Goikoetxea als „Ruhe vor dem Sturm“ interpretiert: „Die Berge kommen, und unsere Jungs sind noch frisch.“

Die Saison ist jung, aber Caja Rural besetzt bereits zwei Fronten: Sprint-Triumphe und Gesamtklassement-Ränge. Wer jetzt noch behauptet, Grün sei nur die Farbe der Hoffnung, hat die Rechnung ohne Iúri Leitão und seine Artillerie gemacht.