Burkardt bricht das schweigen: „ein schritt seitwärts“ – eintracht steckt im offensivstau
0:0 in Hamburg, null Tore, null Ideen – und Jonathan Burkardt sagt, was alle dachten: „Das war ein Schritt seitwärts.“ Die Eintracht kam beim FC St. Pauli nicht über ein Remis hinaus, bleibt damit im Tabellenmittelfeld stecken und liefert vor allem eins ab: Arbeitsstoff.
Riera predigt geduld, burkardt spricht klartext
Trainer Albert Riera betonte nach der Partie, man brauche „noch etwas Zeit im Training“. Das klingt nach Standardvokabular, doch Burkardt legte nach: „Wir haben viel außen rumgespielt und zu wenig die Tiefe bedroht.“ Die Konsequenz: Keine nennenswerte Torchance, keine Zielstrebigkeit, kein Sieg.
Die Statistik liefert die harten Zahlen: Drei Torschüsse aus dem Strafraum, kein xWert über 0,4 – und das gegen den Tabellenvorletzten. Die Eintracht dominierte zwar die Ballbesitzphase (61 %), doch was nutzt Ballbesitz ohne Durchschlagskraft?

Die defensive hält, die offensive schläft
Positiv: Die Hintermannschaft stand sicher, dank zweier Pfostenglücker und einer starken Leistung von Kevin Trapp blieb das 0:0 über die Zeit. Doch das reicht nicht, wenn Europa das Ziel ist. Mit 36 Punkten liegt Frankfurt aktuell auf Platz 8 – drei Punkte hinter Platz 6, der Europa-League-Rang.
Die nächsten Gegner: Heidenheim, Wolfsburg, Freiburg – alles Teams, die aktuell besser in Form sind. Für Burkardt steht fest: „Wir müssen es nächste Woche besser machen.“ Die Uhr tickt. Noch zehn Spiele, noch zehn Finals – so Riera. Doch wenn die Eintracht nicht bald wieder Tore schießt, wird aus den Finals schnell ein Endspiel ums Nichts.
