Sabalenka sagt ja: heiratsantrag in flip-flops, traum in tränen
Aryna Sabalenka schlägt zweimal auf: Im Achtelfinale von Indian Wells und im Leben. Die Weltranglistenerste zeigte sich in Jeans und Flip-Flops, als ihr Freund Georgios Frangulos kniete – und sie trotzdem dahinschmolz.

„Ich weinte, weil ich dachte, ich sehe hässlich aus“
Das Setting war alles andere als perfekt. Nach einem langen Trainingstag lockte Sabalenkas Agentin mit einem „wichtigen Meeting“. Fünfzehn Minuten, nicht mehr. Zieh etwas Schönes an, lautete die Instruktion. Die Tenniskönigin ignorierte sie. Jeans, T-Shirt, Make-up halb verblasst. Dafür aber das Herz voll.
Im gemieteten Haus wartete Frangulos mit Ring, Rosen und einem Kamerateam, das eigentlich für Sponsorenclips gebucht war. Sabalenka: „Ich sah Georgios, und die Hälfte der Zeit weinte ich, weil ich dachte, ich sähe für diesen Moment unvorbereitet aus.“ Das Team hingegen hatte einstudierte Jubelpose und Haltepunkt für die Drohne parat. Die 27-Jährige lachte heute: „Meine Mutter fragte danach erstmal, was mit meinen Haaren passiert sei.“
Die belarussische Powerfrau bat Fotografen, nur die Hand zu zeigen – das Gesicht solle verschwimmen. „Ich wollte euch nicht schockieren“, scherzte sie, biss sich aber sofort auf die Lippe. Der Funke war übergesprungen, die Tränen lagen zwischen Lächeln und Ring.
Ein Hochzeitstermin steht noch nicht fest. Dafür aber ein Achtelfinale gegen Naomi Osaka am Dienstag. Sabalenka hat in Indian Wells noch nie den Titel geholt, dabei ihre beiden ersten Matches ohne Satzverlust gewonnen. Jetzt kommt das nächste Kapitel – mit Gold am Finger und Rückenwind im Rückhandcross.
Die Gegnerin mag eine ehemalige Nummer eins sein. Doch wer Sabalenka kennt, weiß: Wenn sie weint, schlägt sie danach dreimal so hart zu. Die Wüste Kaliforniens wartet auf ihren ersten Kaktus-Kracher.
