Buitrago schlägt zu: kolumbianer demoliert das feld bei trofeo laigueglia

Santiago Buitrago hat in Ligurien einen Faustschlag versetzt. Der 26-jährige Kolumbianer von Bahrain-Victorious riss das 63. Trofeo Laigueglia mit 47 Sekunden Vorsprung an sich – ein Ergebnis, das selbst in der sonst so ausgeglichenen Frühjahrsklassik für offene Münder sorgte.

Der Mann, der 2023 am Drei-Zinnen-Schluss des Giro d’Italla die Pink-Jersey-Träger in Schockstarre versetzt hatte, schlug bereits nach 185 Kilometern und 3 000 Höhenmetern den Turbo. Am Passo Ginestro zündete er die Sprengkapsel, riss die Gruppe auseinander und brauste allein zum Ziel in Laigueglia. Dahinter klaffte eine Lücke wie nach einem Granatschlag.

Gregoire und tiberi schauen in die röhre

Den Rest organisierte der Wind. Zweiter wurde der Franzose Romain Grégoire (Groupama-FDJ), der noch mit 20 Jahren die U23-Weltmeisterschaft gewann und nun zeigte, dass er auch bei den Profis mitmischen kann. Dritter: Antonio Tiberi. Der Italiener ist Buitragos Teamkollege und wird beim Giro 2025 wieder zur pinken Party eingeladen. Ein Luxusproblem für Bahrain-Victorious: zwei Fahrer auf dem Podest, einer davon muss sich hinten anstellen.

Die Konkurrenz war chancenlos. Diego Ulissi fuhr als Vierter der XDS-Astana-Armada ein solides Rennen, aber der 34-jährige Italiener kam nie in Schlagdistanz. Die Jüngeren waren einfach schneller, die Kolumbianische Frische unbarmherzig.

Italiens rennkalender dreht sich weiter

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Nächste Woche geht’s nach Siena. Die Strade Bianche warten mit ihren berühmten weißen Schotterpisten auf – und mit Tadej Pogačar, der dort seine erste Saison-Kilometer null verpasst. Der Slowene will nach seinem Frühjahrstrainingslager in Calpe direkt den Turbo einlegen. Für Buitrago heißt das: Erst mal durchatmen, dann den nächsten Angriff skizzieren.

Die Saison ist noch jung, aber das Statement ist laut: Buitrago spielt nicht mehr nur Nebenrolle. Wer ihn 2025 beim Giro unterschätzt, zahlt drauf. Und das weiß auch das Feld.