Struff kämpft sich bei wimbledon zum sieg – ein „dreckiger“ auftakt!
Warstein – Jan-Lennard Struff hat sich bei Wimbledon eine Achterbahnfahrt der Gefühle geleistet und ist in die zweite Runde eingezogen. Der 36-Jährige aus Warstein bezwang den Argentinier Sebastián Báez nach einem dramatischen Fünf-Satz-Krimi mit 6:1, 7:6 (7:4), 4:6, 2:6, 7:5. Ein Sieg, den der erfahrene Tennisprofi selbst als „dreckig“ bezeichnete.
Ein start nach maß und ein überraschendes comeback
Struff legte einen furiosen Start hin und kontrollierte die ersten beiden Sätze mühelos. Báez schien zunächst überrascht vom druckvollen Spiel des Deutschen. Doch dann wendete sich das Blatt. Der Argentinier kämpfte sich zurück ins Match, nutzte seine Chance und egalisierte den Rückstand. Die Entscheidung musste im Entscheidungssatz fallen – und die war ein Nervenkrimi.
„Dass ich es geschafft habe, das im fünften Satz irgendwie umzudrehen, war unglaublich“, so Struff nach dem Match. Er sprach von einer unglaublichen Freude, einen Weg gefunden zu haben, das Spiel zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Ein Triumph der mentalen Stärke, der ihn nun in die nächste Runde führt.

Wer könnte der nächste gegner werden?
Im zweiten Runde trifft Struff entweder auf Brandon Nakashima aus den USA oder auf den britischen Lokalmatador Jack Pinnington Jones. Wie auch immer, er scheint bereit für die nächste Herausforderung zu sein. Letztes Jahr war er bis in die dritte Runde vorgerückt, bevor er dem damaligen Superstar Carlos Alcaraz unterlag. Alcaraz fehlt dieses Jahr verletzungsbedingt, was für Struff eine potenzielle Chance darstellen könnte.
Die Zuschauer sahen ein Spiel voller Emotionen und Wendungen. Struff bewies einmal mehr, dass er ein Kämpfer ist, der niemals aufgibt. Ein verdienter Sieg, der ihm den Aufstieg in die nächste Runde sichert und die Hoffnung auf einen weiteren Erfolg bei Wimbledon nährte. Die Frage ist nun: Kann er diese Form halten und erneut weit vordringen?
