Brignone: surf, operation & skatztraumbild mit sinner!
Federica Brignone, die italienische Skikönigin, gönnt sich nach ihren triumphalen Olympischen Spielen eine wohlverdiente Auszeit – mit Wellen und möglicherweise einem Skalpell. Doch bevor sie sich einer möglichen Operation unterzieht, will sie noch einmal die Freiheit des Surfens genießen. Und das mit prominenten Begleitern.
Ein sommer voller pläne: von madrid bis argentinien
Die frischgebackene Doppel-Olympiasiegerin verbringt gerade eine Woche inmitten der Mailänder Design Week. Umgeben von jungen Designern und einem Meer von Aufmerksamkeit, nimmt sie sich dennoch Zeit, über ihre Zukunft nachzudenken. „Ich bin perfekt in diesen trubeligen Alltag integriert, aber ich sehne mich danach, wieder Athletin zu sein“, gestand Brignone gegenüber der Gazzetta dello Sport. Nach Madrid, wo sie sich mit Jannik Sinner und Bebe Vio austauschte, steht nun das dringend benötigte Surf Camp auf dem Programm, das im vergangenen Jahr aufgrund von Terminkonflikten ausgefallen war.
Doch die sportliche Reise ist noch nicht zu Ende. Sollte die Situation ihrer verletzten linken Beinstrebe es zulassen, plant Brignone im August mit dem gesamten Team nach Argentinien zu reisen, um dort im Sommer zu trainieren und sich auf die nächste Saison vorzubereiten. „Das Ziel ist, wieder die Beste zu werden“, bekräftigt sie.

Neuanfang oder spezialisierung?
Brignone steht vor einer wichtigen Entscheidung: Soll sie als Allrounderin im Weltcup weiter antreten oder sich auf den Riesenslalom konzentrieren, in dem sie ihre größten Erfolge feiert? „Mein Bruder und Trainer Davide und Mauro Sbardelotto haben mir bereits klargemacht, dass wir nur gemeinsam arbeiten, wenn wir es richtig machen“, erklärt sie. Das Super-G stellt aufgrund der Belastung ihrer Knie jedoch ein Problem dar. „Ich muss abwägen, ob ich in eine bestimmte Richtung gehe oder ob ich einfach weniger Rennen bestreite.“
Ein neues Gesicht im italienischen Speedteam ist Laura Pirovano, die sich als konstante und solide Fahrerin etabliert hat. Ob sie die nächste Generation im Speedbereich anführen wird, bleibt abzuwarten. „Emma Aicher ist eine Ausnahme“, so Brignone. „Die jungen Athleten scheinen gelangweilt, aber ich spüre immer noch die Adrenalin, wenn ich mich einer neuen Herausforderung stelle.“

Freundschaftliche rivalität und gemeinsame pläne
Die Verbundenheit zu Jannik Sinner ist Brignone offensichtlich. „Er ist ein Mensch mit einer unglaublichen Leidenschaft für Tennis und Herausforderungen. Wir haben uns in Madrid gut unterhalten, und er hat mir erzählt, dass sein Bruder nicht mehr mit ihm Tennis spielt“, lacht sie. Gemeinsam mit Musetti planen sie, einen gemeinsamen Skiurlaub zu verbringen – ein Beweis für die freundschaftliche Rivalität und den sportlichen Geist, der diese jungen Athleten verbindet.
Und was wird aus Brignone, wenn die Zeit fürs Rennen vorbei ist? „Ich werde nicht unterrichten, aber ich möchte im Sportbereich bleiben und reisen. Ich bin immer ein wenig ein Wanderer gewesen.“ Ihr Zuhause ist jedoch überall dort, wo sie sich wohlfühlt – und das ist vor allem in ihrer Heimat, der Valle d'Aosta. „Ich hoffe, dass ich im Sommer endlich die Möglichkeit habe, mich dort ein wenig zu entspannen.“
