Serie b: nervöse endphase – wer rettet sich?
Die Serie B steuert auf einen nervenzerfetzten Saisonabschluss zu. Anstatt eines klaren Bildes herrscht ein chaotisches Durcheinander aus direkten Duellen, komplizierten Querverweisen und der Angst vor dem Abstieg. Die Frage aller Fragen: Wer wird sich retten? Die Antwort scheint so schwer fassbar wie ein flüchtiger Traum.
Die tabelle lügt – oder doch nicht?
Vergessen Sie die einfachen Berechnungen, die einst das Überleben so klar definierten. Dieses Jahr ist alles anders. Die Anzahl der Teams, die um den Klassenerhalt kämpfen, ist immens. Theoretisch könnten es mehr als zehn sein, aber wir konzentrieren uns auf die realistischen Anwärter. Ein Teufelskreis aus Hoffnung und Verzweiflung hat sich gebildet: Jeder schaut auf seine eigene Partie und gleichzeitig auf die Ergebnisse der Konkurrenz. „Drei Endspiele“, wiederholen die Trainer mantraartig – eine Untertreibung, wenn man bedenkt, wie viel auf dem Spiel steht.
Besonders heikel ist die Lage der Teams um die 40-Punkte-Marke. Südtirol, Mantova, Padova und Sampdoria schlafen nicht gut. Das Duell zwischen Südtirol und Mantova am Samstag wird dabei nicht nur ein spannendes Kräftemessen, sondern auch ein entscheidender Moment für beide Teams. Castoris Ausflug nach Genua gegen Juve Stabia und Modestos Partien gegen Monza und Frosinone könnten das Bild weiter verkomplizieren.
Breda steht vor einer Zitterpartie in Chiavari, wo er auf Pescara treffen wird, bevor es nach Cesena geht. Ein Patzer dort könnte für viele Nöte sorgen. Die Sampdoria, die in Cesena auf eine angeschlagene Mannschaft trifft, muss sich gegen Südtirol und Reggiana behaupten.
Empoli hat es schwer. Nach dem Spiel in Venedig geht es nach Monza, und dazwischen empfängt man Avellino, das ebenfalls auf den Aufstieg drängt. Die Hoffnung ruht darauf, fünf Teams hinter sich zu lassen – eine Aufgabe, die in der Vergangenheit unterschiedlich schwierig war. 2020 brauchte Cosenza 46 Punkte, 2022 reichten 36 für Spal. Und dieses Jahr? Die Prognosen sind ungewiss.

Chaos im abstiegskampf: entella und bari im direkten duell
Im Abstiegskampf stehen sich Entella und Bari am 1. Mai in einem direkten Duell gegenüber, das bereits jetzt als Vorspiel zum möglichen Tie-Break-Spiel angesehen wird. Beide Teams müssen sich auch gegen Carrarese (Entella) und Catanzaro (Bari) durchsetzen, die aktuell noch die Playoff-Ränge besetzen. Die Neopromi Entella unterschätzt die Lage nicht, während Bari unter großem Druck steht. Die drei Teams, die derzeit mit 33 Punkten auf dem Relegationsrang stehen, liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
Pescara, das eine schwierige Saison hinter sich hat, hat mit Gorgone und Insigne wieder aufgeholt. Das Team trifft auf Juve Stabia, spielt dann gegen Padova und schließt gegen Spezia ab – ein brisantes Finale, insbesondere da D'Angelo aus Pescara stammt. Spezia hingegen muss sich vor dem letzten Spiel gegen Catanzaro und Venezia fürchten. Reggiana empfängt Palermo, bestreitet das Derby gegen Modena und trifft dann auf eine möglicherweise bereits gerettete Sampdoria.
Die wirtschaftlichen Konsequenzen eines Abstiegs in die Serie C sind immens. Es ist eine der großen Ungerechtigkeiten im italienischen Fußball.
