Brasil bereitet sich auf den fußball-wahnsinn von 2027 vor!

Ein Jahr! Nur noch 365 Tage, bis Brasilien zum zweiten Mal und zum letzten Mal in seiner Geschichte ein Großereignis ausrichtet: die Weltmeisterschaft im Frauenfußball 2027. 32 Nationen werden um den Titel kämpfen, bevor die Ausspielung im nächsten Turnier auf 48 Teams erweitert wird. Ein Wettrennen gegen die Zeit hat begonnen, während Spanien, der amtierende Weltmeister, bereits in der Startelf steht.

Ein fest für den fußball und eine chance für die gleichberechtigung

Die Wahl Brasiliens als Gastgeber am 17. Mai 2024 war ein Sieg für den südamerikanischen Fußball. Es ist das erste Mal, dass ein Land Südamerikas und Lateinamerikas diesen Wettbewerb ausrichtet und das sechste Mal überhaupt, dass ein Land sowohl die Herren- als auch die Damen-WM beherbergt. Paulo Henrique Cordeiro, der brasilianische Sportminister, drückte die Ambitionen seines Landes aus: “Wir arbeiten daran, dass dies die größte und beste Frauenfußball-Weltmeisterschaft aller Zeiten wird. Das wichtigste Vermächtnis wird sein, den Weg zu verändern, damit der Frauenfußball ein noch näheres Niveau der Gleichberechtigung zum Männerfußball erreicht.”

Acht städte, acht arenen – ein land im fußballfieber

Acht städte, acht arenen – ein land im fußballfieber

Río de Janeiro, Brasília, Belo Horizonte, Fortaleza, Porto Alegre, São Paulo, Salvador und Recife – acht brasilianische Städte werden zum epischen Schauplatz dieses Fußballfestivals. Die Erwartungen sind hoch, und Ednaldo Rodrigues, der damalige Präsident der CBF, betonte die Bedeutung des Ereignisses: “Die Austragung der Weltmeisterschaft im Frauenfußball in Brasilien wird mehr Mädchen und Frauen dazu bewegen, Fußball in Schulen, Parks und an Stränden zu spielen. Dieses Erbe wird dazu führen, dass Frauen eine größere Inklusion im Fußball erfahren und ihre Fähigkeit demonstrieren, auch in anderen Bereichen unseres Sports tätig zu sein.”

Die geschichte des brasilianischen frauenfußballs: von verboten zu triumphen

Die geschichte des brasilianischen frauenfußballs: von verboten zu triumphen

Die Geschichte des Frauenfußballs in Brasilien ist geprägt von Widerstand und Kampf. Formiga, eine Legende des brasilianischen Fußballs und aktuelle Direktorin für Fußballpolitik und Förderung des Frauenfußballs im Sportministerium, erinnert daran: “In den 1950er, 1960er und 1970er Jahren war Fußball für Frauen in Brasilien verboten. Es gab Spielerinnen, die dafür verhaftet wurden. Sie haben mit Mut und Entschlossenheit diese Verbote überwunden und ihre Freiheit erkämpft, damit andere heute ohne Einschränkungen Fußball spielen können.”

Marta: die königin des brasilianischen fußballs

Marta: die königin des brasilianischen fußballs

Und dann ist da Marta Vieira, die unbestrittene Ikone des brasilianischen Frauenfußballs. Giselly Corrêa, eine renommierte Sportjournalistin, beschreibt sie als “mehr als nur eine Spielerin. Sie ist unsere Königin. Sie ist verantwortlich für die Popularisierung des Frauenfußballs in Brasilien, weil jeder Brasilianer sie kennt, unabhängig von Region, Rasse oder sozialer Schicht. Wie Pelé, Ronaldo oder Neymar.” Ihre Leidenschaft und ihr Talent haben Millionen inspiriert und den Traum von unzähligen Mädchen beflügelt.

Sicherheit und vorbereitung: brasilien steht vor der herausforderung

Sicherheit und vorbereitung: brasilien steht vor der herausforderung

Wie jedes Land mit großen Städten hat auch Brasilien mit Sicherheitsherausforderungen zu kämpfen. Doch die Behörden sind zuversichtlich, dass sie die Situation in den Griff bekommen werden. “Wir haben Erfahrung in der Ausrichtung großer Ereignisse wie die Copa Libertadores, Copa América und andere internationale Turniere”, erklärt Corrêa. “Es wird eine Verstärkung der Polizei geben, aber ich glaube nicht, dass es anders sein wird als bei früheren Veranstaltungen.”

Ein turnier voller chancen und favoriten

Ein turnier voller chancen und favoriten

Arthur Elias, der brasilianische Nationaltrainer, ist optimistisch, aber auch realistisch: “Wir werden hart arbeiten und um den Titel kämpfen, aber ich glaube, dass mindestens zehn Mannschaften in der Lage sind, Weltmeister zu werden. Spanien und die USA sind einen Schritt voraus, aber auch England ist stark.” Er betont das Potenzial des brasilianischen Teams und die Bedeutung des Legats, das dieses Turnier hinterlassen soll: “Ich hoffe, dass dieses Turnier mehr Chancen für junge Frauen bietet, die Fußball spielen, dass sie die gleichen Bedingungen wie Jungen haben, dass sie in ihrer Umgebung ermutigt und geschützt werden. Und außerhalb des Feldes hoffe ich, dass es zur Stärkung der Frauen beiträgt und dazu beitragen kann, jede Form von Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen.”

Mit einer Bevölkerung von über 213 Millionen Menschen und einer starken Diaspora in Spanien, ist die Begeisterung für das Turnier bereits spürbar. Aline Reis, ehemalige Torhüterin, fasst es zusammen: “Brasilien ist ein Fußball-Liebhaber-Land. Es wird ein Fest der Freude sein!”