Bernardo silva: vom guardiola-liebling zum bankdrücker in portugal?

Ein Wechsel, der viele überrascht hat: Bernardo Silva steht vor seinem Abschied aus Manchester City und soll dem spanischen Rekordmeister Real Madrid als vermeintlicher Kapitän angehören. Doch während sein Stern in Madrid heller strahlt, verblasst er im portugiesischen Nationalteam – ein Umbruch, der Fragen aufwirft.

Die guardiola-ära endet, die mourinho-träume beginnen

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Der Portugiese, einst gefeiert als Schlüsselspieler unter Pep Guardiola, soll nun unter José Mourinho eine neue Ära in Madrid einläuten. Ein Wunsch des neuen Trainers, der offenbar fest von Silvas Fähigkeiten überzeugt ist. Interessant ist, dass Guardiola den Spieler stets hoch schätzte, was seinen Wert nochmals unterstreicht.

Doch zurück in Portugal scheintsich das Blatt gewendet zu haben. Nach einer enttäuschenden Leistung im ersten Gruppenspiel gegen die Demokratische Republik Kongo wurde Silva bereits zur Halbzeit ausgewechselt. Ein Signal, das Roberto Martínez, der portugiesische Nationaltrainer, klar senden wollte: Es braucht neue Impulse im Team. Das Timing, kurz nach der Bekanntgabe seines möglichen Wechsels nach Madrid, wirkte dabei geradezu ironisch.

Die Statistiken untermauern den Eindruck: In seinen 45 Minuten auf dem Platz kam Silva kaum in Schwung. Nur 23 Ballkontakte, fünf Ballverluste, keine Dribblings und kaum defensive Beteiligung. Zudem sah er die gelbe Karte und harmonierte überhaupt nicht mit Joao Cancelo auf dem rechten Flügel – ein Problem der doppelten Innenflügelspieler, die sich ständig in die Mitte drängten und somit jeglichen Raum für Überzahl spielten.

Martínez reagierte prompt und brachte Pedro Neto für Silva, während Joao Félix als falsche Neun agierte, um Nuno Mendes auf dem linken Flügel mehr Freiraum zu gewähren. Die Folge: Portugal fand deutlich besser ins Spiel und besiegte Usbekistan mit 5:0. Eine deutliche Ansage an Silva, der erst spät, in der 78. Minute, ins Spiel kam und dann fast jeden Ball berührte.

Die Fakten sind klar: Vitinha, Neves und Bruno Fernandes bilden das unangefochtene Zentrum des portugiesischen Mittelfelds. Und mit Cancelo auf der rechten Seite, der eher der profilierte Außenverteidiger ist, findet Silva als Rechtsaußen mit Tendenz zur Innenverteilung kaum seinen Platz. Es wirkt, als ob er in das System von Martínez nicht mehr optimal passt.

Ob Silva seinen Platz im portugiesischen Nationalteam zurückerobern kann, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Sein Wechsel nach Madrid könnte ihm im Endeffekt sogar die Tür zur Nationalmannschaft wieder öffnen, wenn er dort endlich seine volle Entfaltung findet. Der portugiesische Fußball erlebt gerade einen Wandel, und Bernardo Silva scheint im Moment ein Opfer dieser Entwicklung zu sein.