Br volleys zerquetschen netzhoppers – der zehter beginnt mit kantersieg

24 Siege in Serie, Satz eins mit 25:23, Satz zwei mit 26:24, Satz drei mit 25:20 – die BR Volleys haben ihre Playoff-Mission mit einem Schlag ins Gesicht der Netzhoppers eröffnet. Die Königs Wusterhäuser hatten keine Antwort auf Jake Hanes, der mit 16 Punkten das Berliner Angriffsgeschütz bediente wie ein frisch geöltes Sturmgewehr. Die Titelverteidigung läuft.

Jake hanes schlägt ein, die serie lebt

Es war das erwartete Derby, aber kein klassisches. Die Netzhoppers kamen, sahen – und verloren jeden Satz knapp, aber letztlich klar. Die Volleys blieben in den entscheidenden Momenten kühler, vor allem, weil Hanes aus jeder Lage traf. Sein Diagonalangriff war ein Garant für Punkte, wenn die Gäste kurz davor waren, sich heranzukämpfen. Die Mauer der Berliner funktionierte, der Aufschlag drückte, und die Annahme stand sicherer als je zuvor in dieser Saison.

Trainer Alexandre Leal hatte vor allem in den ersten beiden Sätzen ein taktisches Feuer entfacht: Mit einem schnellen Mittelblock-Wechsel zwangen die Hausherren die Netzhoppers in tiefe Abwehrketten. Die Folge: Zu viele freie Bälle für die Gäste, zu wenig Druck nach vorne. Die Volleys spielten wie ein Uhrwerk, das nur ein Ziel kennt – den zehnten Meistertitel in Folge.

Karfreitag wird zur zerreißprobe

Karfreitag wird zur zerreißprobe

Der nächste Schritt findet am Karfreitag in Königs Wusterhausen statt. Dort erwartet die Volleys ein anderes Publikum, eine andere Halle, ein anderer Geruch. Die Netzhoppers werden alles auf eine Karte setzen, wissen sie doch, dass eine 0:2-Serie im Viertelfinale fast einem Knockout gleichkommt. Die Volleys hingegen reisen mit dem Selbstbewusstsein einer Mannschaft, die seit 24 Spielen nicht mehr verloren hat. Die letzte Niederlage datiert aus dem Oktober 2025 – danach war nur noch Sieg.

Die Statistik spricht Bände: Die Volleys haben in dieser Saison 84 % aller Sätze gewonnen, die Netzhoppers lediglich 57 %. In der Direktbilanz führt Berlin mit 8:1-Siegen seit 2022. Doch der Sport ist kein Excel-Ark, und die Gäste werden ihre letzte Patrone laden. Die Frage ist nur: Wer stoppt Hanes? Wer stoppt diesen Lauf?

Sollte ein drittes Spiel nötig sein, würde es am 7. April in der Max-Schmeling-Halle stattfinden. Dort, vor dem eigenen Publikum, wäre die Luft noch dünner für die Netzhoppers. Die Volleys wissen: Ein früher Sweep spart Energie für das Halbfinale, wo wahrscheinlich Friedrichshafen wartet – ein Gegner, der sich in Best-of-Five-Modus nicht so leicht beeindrucken lässt.

Die Meisterschaft ist kein Sprint mehr, sie ist ein Marathon durch Modi und Nerven. Gestern Abend haben die Volleys ihre Schuhe geschnürt und sofort Tempo gemacht. Wer jetzt noch glaubt, die Serie sei zu stoppen, der hat die vergangenen zwei Jahre nicht verfolgt. Die Jagd auf Titel Nummer zehn ist offiziell eröffnet – und sie beginnt mit einer Demonstration von Macht.