Br volleys zerquetschen friedrichshafen und jagen den zehnten titel
Die BR Volleys haben ihren Lieblingsgegner mit der Kaltmute versetzt. Drei Tage nach der überraschenden Ablöse von Alexandre Leal fegte der neue alte Chef Markus Steuerwald seine Mannschaft durchs Halbfinale: 3:0 gegen Friedrichshafen, keine Diskussion.
Ein trainerwechsel als turbo
Donnerstag noch Krisenmodus, Sonntag schon Endspielstimmung. Die Berliner Reaktion auf Leals Rücktritt war ein Statement ohne Wenn und Aber. 25:20, 25:20, 25:18 – die Zahlen lügen nicht, die Volleys dominierten jeden Satz, jeden Rallye, jede Sekunde. Fedor Ivanov spielte wie entfesselt, Kapitän Ruben Schott lenkte das Spiel mit der Ruhe eines Pokersiegers.
Das 3:0 ist mehr als nur ein Ticket fürs Finale. Es ist die Revanche für den Pokal-K.o. im Dezember, für den misslungenen Saisonauftakt, für all die Niederlagen gegen den Bodensee-Rivalen in den vergangenen Monaten. Berlin hat sich mit einem Schlag zurückgemeldet.

Lüneburg wartet als letzte hürde
Nun steht SVG Lüneburg bereit, der Letzte, der zwischen den Volleys und dem zehnten Meistertitel in Folger steht. Die Norddeutschen haben in dieser Saison alles gewonnen, was zu gewinnen war – bislang. Als Hauptrunden-Erster besitzen sie im Best-of-Five die besseren Karten, doch gegen einen Gegner, der binnen 72 Stunden seine komplette Führungsebene austauscht und dann so auftrumpft, hilft kein Statistikblatt.
Erster Aufschlag am Mittwoch in Lüneburg. Danach dürfte klar sein, ob die Serie weiterlebt oder ob Berlin erstmals seit zehn Jahren die Krone räumen muss. Die Volleys haben ihre Antwort schon parat: Sie wollen den Titel. Punkt.
