Boyd schlägt zweimal zu und beendet aachens serie

Mit zwei Toren in fünf Minuten hat Terrence Boyd Alemannia Aachen die Grenzen aufgezeigt. Nach zuvor fünf Partien ohne Niederlage kassierte die Elf von Mersim Selimbegovic in Mannheim eine 1:2-Auswärtspleite und verpasst den Sprung auf die ruhige Tabellenmitte.

Mannheim dreht spiel nach der pause

Mika Schroers' Führung für Aachen nach zehn Minuten täuschte. Die Gäste wirkten lange wie die aktivere Mannschaft, doch die Kurpfälzer hatten den Plan gewechselt. Luc Holtz brachte zur Pause Lovis Bierschenk und Samuel Abifade – und genau der flankte nach 51 Minuten auf Boyd, der sich im Strafraum durchsetzte und mit links vollendete.

Fünf Minuten später wiederholte sich das Szenario. Diesmal bediente Arianit Ferati den US-Amerikaner, dessen Kopfball Manuel Riemann keine Chance ließ. Der 37-jährige Winterkeeper hatte sein Pflichtspieldebüt für Aachen gegeben, konnte aber nicht verhindern, dass die Mannschaft plötzlich mit leeren Händen dastand.

Rote karten und späte großchancen

Rote karten und späte großchancen

Die Partie eskalierte kurz nach dem Seitenwechsel. Petros Bagalianis' Tritt gegen Ferati schwappte die Emotionen über. Schiedsrichter Marc Philip Eckermann zeigte Gelb, später in den Katakomben Rot gegen Aachens Trainer Selimbegovic und MannheimsSport-Geschäftsführer Gerhard Zuber.

Aachen stemmte sich, doch Lars Gindorfs Freistoß klatschte gegen die Latte (63.). In der Nachspielzeit rückte sogar Riemann ins Mittelfeld auf – und beinahe würgte sich das Risiko: Diego Michel scheiterte am Pfosten des leeren Tores (90.+3), ehe Pierre Nadjombe per Kopf noch einmal Auftrieb erzeugte, doch Thijmen Nijhuis parierte (90.+5).

Waldhof entkommt, aachen bleibt im zwischenfeld

Waldhof entkommt, aachen bleibt im zwischenfeld

Mit dem Sieg springt Waldhof auf Rang neun und löst sich vom Tabellenende. Aachen bleibt Vierzehnter, acht Punkte vor dem Strich, muss aber am Mittwoch gegen Tabellenletzten 1. FC Schweinfurt liefern. Die Lage ist nicht dramatisch, die Lektion aus Mannheim aber lautet: Selbst eine solide Serie schützt nicht vor zwei blitzschnellen Gegentreffern.