Bonn bleibt telekom-stadt: baskets sichern sich milliarden-partner bis 2028

Die Telekom Baskets Bonn haben ihren wichtigsten Geldgeber an der Angel. Nach 31 gemeinsamen Jahren stockt die Deutsche Telekom ihre Treueprämie auf und verlängert die Zusammenarbeit bis 2028. Die alte Vereinbarung wäre in wenigen Wochen ausgelaufen – ein Ausverkauf der Marke „Telekom Baskets“ war für Vereinschef Simon Pallmann keine Option.

Partnerschaft rettet bonner basketball vor dem abstieg

Partnerschaft rettet bonner basketball vor dem abstieg

Seit 1995 schmückt der magenta-farbene Schriftzug das Trikot der Bonner. Ohne diesen Sponsor hätte der Klub vor Jahren schon den Anschluss an die Bundesliga verloren. Jetzt fließt wieder Geld – viel Geld. Die genaue Summe halten beide Seiten unter Verschluss, doch Insider sprechen von einer „mittleren einstelligen Millionensumme“ über vier Jahre. Das reicht, um Gehälter zu zahlen, Nachwuchs zu fördern und den Blick nach Europa zu richten.

Die Champions-League-Trophäe von 2023 steht noch im Vereinsmuseum. Mit dem neuen Vertrag kann Pallmann planen, wann der nächste Pokal folgt. „Strukturen weiterentwickeln und ambitionierte Ziele mit Augenmaß verfolgen“ – das klingt nach Diplomatensprech, bedeutet im Klartext: Bonn will wieder international angreifen, aber nicht pleitegeiern wie andere Klubs, die nach einem großen Wurf in der Versenkung verschwanden.

Die Fans feiern die Nachricht. Auf Twitter kursieren Bilder von alten Telekom-Trikots, Hashtag #MagentaBleibt. Die Botschaft ist klar: Ohne die Telekom kein Bonner Basketball. Die Telekom wiederum nutzt die Baskets als Testlabor für 5G-Technik im Sport. Kameras auf dem Basketrand, Live-Statistiken auf dem Handy – alles Made in Bonn.

Die Konkurrenz schaut neidisch. Andere Bundesligisten kämpfen mit kurzfristigen Sponsorenverträgen, mit Strohmännern und fragwürdigen Geldgebern aus dem Ausland. Bonn dagegen schwimmt auf einer Welle der Stabilität. Das ist kein Luxus, sondern pure Überlebensstrategie in einer Liga, in der die Gehaltsmasse jährlich wächst, die TV-Gelder aber stagnieren.

Der Vertrag gilt bis 2028 – danach wird neu verhandelt. Simon Pallmann wird dann 15 Jahre im Amt sein, die Telekom 33 Jahre Partner. Eine Ehe in der Sportwelt, so lang wie kaum eine andere. Kein Happy-End also, sondern ein Weitermachen auf Zeit. Und solange der Schriftzug magenta leuchtet, bleibt Bonn ein Stückchen Bundesliga-Himmel erhalten.