Bielsa rechnet ab: uruguay scheitert an eigenen ansprüchen!

Die WM für Uruguay ist vorzeitig beendet – und Trainer Marcelo Bielsa nimmt sich selbst brutal verantwortlich. Nach der 0:1-Niederlage gegen Spanien ließ der 70-jährige Argentinier durchblicken, dass seine Zeit an der Seitenlinie eine „Phase ohne bleibende Spuren“ war. Ein scharfer Selbstkritik-Auftritt nach einer enttäuschenden Gruppenphase.

Musleras patzer und bielsas zorn: das aus von uruguay

Die Enttäuschung in Uruguay ist riesig. Nicht nur der verpasste Einzug ins Achtelfinale, sondern auch die Art und Weise, wie es geschah, nagt an den Nerven. Ein fataler Fehler von Torwart-Legende Fernando Muslera ermöglichte Spanien die Führung, und die anschließenden Bemühungen, den Rückstand aufzuholen, blieben erfolglos. Doch hinter der sportlichen Misere brodelte es auch im Team. Laut Medienberichten hatten Führungsspieler, angeführt von Kapitän Fede Valverde, vor dem letzten Gruppenspiel lautstark Kritik an Bielsas Taktik und Trainingsmethoden geäußert.

Bielsa reagierte mit einer vermeintlichen „Wutrede“, die die Gemüter zusätzlich erhitze. Die Entscheidung, Valverde in der 60. Minute auszuwechseln, krönte die angespannte Atmosphäre: Beide Spieler vermieden jeglichen Blickkontakt. Die Bilanz ist unbestreitbar: Nur zwei Punkte aus drei Spielen – eine Leistung, die Bielsa offen einräumt, nicht zufriedenstellend zu sein.

„Meine Zeit wird als eine Phase in Erinnerung bleiben, die nichts hinterlassen hat“, so Bielsa nach dem Spiel. Die Konsequenzen sind abzusehen: Bielsas Vertrag läuft aus, und angesichts der aktuellen Lage scheint ein Abschied unausweichlich. Die Frage ist, ob sein unorthodoxer Ansatz überhaupt zu Uruguay passte, oder ob die Spieler unter seinem Druck erdrückt wurden.

Neben den internen Querelen muss sich Uruguay auch mit der Kritik auseinandersetzen, dass das Team nicht in der Lage war, seine individuellen Stärken zu bündeln und eine schlagkräftige Einheit zu bilden. Die WM-Reise endete jäh, und die Zukunft des uruguayischen Fußballs steht vor einer ungewissen Phase.

Taremi schimpft: fifa macht wm zur „katastrophe“

Taremi schimpft: fifa macht wm zur „katastrophe“

Auch im Iran regt man sich auf. Nationalspieler Mehdi Taremi griff nach dem 1:1 gegen Ägypten scharf die FIFA an. Grund dafür sind die erschwerten Reisebedingungen, die das iranische Team aufgrund von Visa-Beschränkungen aufnehmen musste. „Es ist eine Katastrophen-Weltmeisterschaft“, wetterte Taremi, und forderte die FIFA auf, endlich „kleine Probleme zu lösen“. Eine bittere Anklage, die die organisatorischen Mängel des Turniers in den Fokus rückt.