Austria: sainz und alonso kämpfen um schadensbegrenzung

Ein Wochenende zum Vergessen für Ferrari in Spielberg: Carlos Sainz und Fernando Alonso müssen sich nach dem verpatzten Qualifying in Österreich mit Platz 17 und 21 begnügen. Die Aussichten auf ein gutes Rennen am Sonntag scheinen minimal, doch die beiden Spanier wollen sich nicht geschlagen geben.

Die rote laterne im klassement

Die rote laterne im klassement

Für Sainz und Alonso ist es bereits die dritte Pleite in dieser Saison, bei der sie die Qualifikation so weit hinten verpassen. Nach dem Desaster in Australien, wo technische Probleme beide Piloten betrafen, und dem schwierigen Start in China, ist das Bild bitterlich vertraut. Sainz gelang es zwar, seinen Rückstand in den letzten Rennen kontinuierlich zu verringern und die Q3 immer wieder nur knapp zu verfehlen, doch Alonso scheint mit einem Teufelskreis zu kämpfen.

Im Red Bull Ring kämpfte Sainz bis zur letzten Sekunde um den Einzug in die Top-10. Sein erster Versuch brachte ihn zwar kurzzeitig aus der Gefahrenzone, doch Albon von Williams war schneller. Im zweiten Versuch verpasste er die Qualifikation nur knapp, wobei er mit einem Kontrollverlust auf der Geraden Glück hatte. Lindblad und die Audi-Boliden machten ihm die Überraschung dann endgültig verderblich. Er blieb nur um wenige Hundertstelsekunden hinter der von Ocon markierten Grenze.

Die Lage für Alonso ist noch kritischer. Die Probleme mit der Antriebseinheit in Österreich sind besonders ausgeprägt, da das Zusammenspiel zwischen Turbo und Motor eine entscheidende Rolle spielt. Der AMR26 ist einfach nicht konkurrenzfähig und das eigene Team scheint zum größten Rivalen geworden zu sein. Doch selbst inmitten dieser Krise findet Alonso immer noch einen Hoffnungsschimmer.

„Es war eine gute Runde“, kommentierte Alonso über Funk. „Wir sind noch weit entfernt von dem, was wir wollen, aber wir kommen näher.“ Sein Können ist nach wie vor auf höchstem Niveau, doch das Auto kann schlichtweg nicht mithalten. Eine bittere Erkenntnis, die jedoch die unermüdliche Hingabe des erfahrenen Spaniers unterstreicht.

Die hohen Temperaturen und die anspruchsvolle Strecke werden am Sonntag zusätzliche Belastungen für die Fahrer und die Mechaniker bedeuten. Doch Sainz und Alonso werden alles daran setzen, Schadensbegrenzung zu betreiben und wertvolle Punkte für das Team zu erkämpfen. Die Hoffnung auf bessere Zeiten ruht auf den kommenden Rennen – Rennen, in denen Ferrari endlich sein volles Potenzial entfalten muss.