Biathlon-sportdirektor bitterling kritisiert hass im netz nach olympia-enttäuschung
Olympia-enttäuschung und der schatten des internets
Felix Bitterling, der Sportdirektor des deutschen Biathlon-Teams, hat sich in scharfen Wortengegen die zunehmende Hassrede in den sozialen Medien gewehrt. Anlass sind die bisher enttäuschenden Ergebnisse bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo, die zu einer Flut von negativen Kommentaren und Beleidigungen geführt haben.

Unakzeptable angriffe auf athleten
„Was sicher nicht hilft, und es nimmt leider zu, ist, dass bei dem kleinsten Misserfolg Hunderte von Hassnachrichten auf diese Mannschaft einprasseln, zu mir, zu den Athleten in allererster Linie. Das ist total inakzeptabel“, so Bitterling im ZDF vor dem Massenstart-Rennen der Männer. Er betonte, dass die Kritik die sportliche Leistung nicht verbessern könne, sondern vielmehr demotivierend wirke.

Unter der gürtellinie: sport soll sport bleiben
Der 44-jährige Bitterling machte deutlich, dass konstruktive Kritik willkommen sei, jedoch sollte diese auf einem respektvollen Niveau bleiben. „Wir reden hier über Sport und es sollte auch Sport bleiben. Man kann uns gerne kritisieren für das, was wir nicht gut machen, aber bitte auf einem gewissen Niveau“, appellierte er an die Fans.
Enttäuschende medaillenbilanz in antholz
Das deutsche Team konnte bisher bei den Olympischen Spielen lediglich eine Medaille gewinnen: Bronze mit der Mixed-Staffel in Antholz. Diese Bilanz hat zu öffentlicher Enttäuschung und verstärkter Kritik geführt. Auch Biathlon-Legende Johannes Thingnes Bö äußerte sich in einem Interview mit Sport1 enttäuscht und forderte Veränderungen im deutschen Team.
Die auswirkungen auf die athleten
Die negativen Kommentare in den sozialen Medien belasten die Athleten enorm. Bitterling betonte, dass es wichtig sei, die jungen Sportler vor solchen Angriffen zu schützen. Er forderte ein Umdenken in der Gesellschaft und einen verantwortungsvolleren Umgang mit sozialen Medien.
Mögliche maßnahmen gegen hass im netz
Der DSV prüft derzeit mögliche Maßnahmen, um die Athleten besser vor Hass und Beleidigungen zu schützen. Dazu gehören beispielsweise eine engere Zusammenarbeit mit den Betreibern der sozialen Medien und die Unterstützung der Athleten bei der Verarbeitung von negativen Kommentaren. Eine Meldung von Hasskommentaren ist dringend zu empfehlen.
Die notwendigkeit von respekt und fairplay
Als Sportexpertin sehe ich, dass der Sport von Leidenschaft, Respekt und Fairplay geprägt sein sollte. Hassrede hat hier keinen Platz. Wir alle – Athleten, Trainer, Funktionäre und Fans – sind dafür verantwortlich, eine positive und unterstützende Sportkultur zu schaffen. Nur so können wir sicherstellen, dass der Sport seine positive Wirkung entfalten kann.
