Betis-derby: hohe strafe für fanverhalten – pokal-bengali sorgt ebenfalls für ärger

Ein schlagkräftiger Strafbescheid erschüttert die spanische Fußballszene: Der Real Betis Balompié muss sich mit einer empfindlichen Geldstrafe von 30.000 Euro auseinandersetzen. Grund dafür ist die mangelnde Kontrolle über das Fanverhalten beim jüngsten Derby gegen den Sevilla FC. Doch damit nicht genug, denn auch andere Vorfälle sorgten für Ärger bei den Disziplinarkommissionen.

Unautorisierte banner und rauchentwickler überschatteten das derby

Die Staatskommission gegen Gewalt, Rassismus, Xenophobie und Intoleranz im Sport beanstandet, dass der Betis-Verein die Anweisungen der spanischen Nationalpolizei missachtet und die Aufhängung zweier nicht autorisierter Banner während des Derbys am 1. März zugelassen hat. Diese Banderollen enthielten kritische Äußerungen über den Präsidenten des Sevilla FC und die Ultra-Gruppe Biris Norte. Ein Einsatzleiter hatte die Banner bereits vor dem Spiel ausdrücklich verboten und ihre Verwendung war weder bei der örtlichen Sicherheitskonferenz angemeldet noch genehmigt worden. Darüber hinaus wurden zwei Rauchwerfer im unteren Bereich des „Gol Sur“-Sektors gezündet – eine Verantwortung, die dem Veranstalter obliegt. Auch die Blockade von Evakuierungswegen in diesem Bereich wurde beanstandet.

Die Sicherheitsvorkehrungen für das Derby waren besonders hoch, angesichts der potenziellen Gefahr von Ausschreitungen. Bereits in der Nacht zuvor hatte die Nationalpolizei einen möglichen Zusammenstoß zwischen Anhängern beider Vereine in der Nähe des Estadio La Cartuja vereitelt. Ein Trupp von 30 Ultras, gekleidet in Schwarz und mit Schlagwerkzeugen bewaffnet, wurde auf dem Weg zum Stadion aufgehalten. Fünf dieser jungen Männer wurden identifiziert und sollen zur Gruppe Biris Norte gehören. Gegen sie werden nun Geldstrafen in Höhe von 1.500 Euro verhängt und ihnen der Stadionbesuch für drei Monate untersagt.

Auch in san sebastián geht es turbulent zu

Auch in san sebastián geht es turbulent zu

Doch auch in San Sebastián sorgte Fanverhalten für Aufsehen. Die Real Sociedad San Sebastián muss eine Strafe von 5.000 Euro zahlen, da während des Pokalhalbfinales gegen den Athletic Club Bilbao eine rote Bengalische Fackel im unteren Bereich der Südtribüne des Estadio Anoeta gezündet wurde. Der Veranstalter trägt die Verantwortung für die Kontrolle des Zugangs und die Verhinderung des Einsatzes solcher gefährlichen Materialien.

Ein beleidigter präsident und ein fan mit vip-zugang

Ein beleidigter präsident und ein fan mit vip-zugang

Ein weiterer Fall betrifft den Rayo Vallecano-Präsidenten Raúl Martín Presa, der von einem Fan während des Spiels gegen den Real Club Deportivo Mallorca am 12. April im Estadio de Son Moix beleidigt wurde. Der betreffende Anhänger hatte sich unbefugt Zutritt zu einer VIP-Zone und später zum Tunnel verschafft, wo er dem Präsidenten begegnete. Für diesen Vorfall wurde dem Fan eine Geldstrafe von 1.500 Euro auferlegt und ihm der Stadionbesuch für drei Monate untersagt. Die Strafen zeigen deutlich, dass Fanverhalten und die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen im spanischen Fußball streng kontrolliert werden.