Betis und flamengo liefern sich kampf um den u12-weltpokal

Am Sonntag um 12 Uhr Mittag rollt in Brunete der Ball für 40 Minuten Nonstop-Fußball der Extraklasse. Real Betis und Flamengo stehen sich in der Endrunde des ersten U12-Klub-WM-Turniers LaLiga FC Futures gegenüber – und beide Teams haben im Halbfinale bereits ihre Visitenkarte als Titelaspirant hinterlegt.

Jesús heredia lässt barça alt aussehen

Die Andalusier schickten den FC Barcelona mit 2:0 nach Hause. Doppeltorschütze Jesús Heredia, erst zwölf Jahre alt, traf einmal per Drehschlag aus 14 Metern, einmal per Lupfer über den herauseilenden Keeper. Kapitän Javi Secano besiegelte den Sieg nach einem Konter, den Betis mit einer Geschwindigkeit ausgespielt hat, die selbst Erwachsene ins Stolpern bringt. Trainer Raúl Melli präsentierte nach Abpfiff kein Lächeln, sondern nur die nüchterne Feststellung: „Wir sind hier, um Geschichte zu schreiben, nicht um zu feiern.“

Flamengo musste mehr leiden. Gegen PSG hielt Diogo Parente einen Elfmeter und parierte drei Male aus kurzer Distanz. Miguel Fernandes nutzte die einzige echte Lücke in der französischen Abwehr, als er sich in der 28. Minute den Ball am Fünfmeterraum schnappte und mit Innenrist zur 1:0-Führung einschob. Danach wehrte der Brasilianer eine Druckwelle nach der anderen ab – und wurde von seinen Mitspielern nach dem Schlusspfiff wie ein Superstar getragen.

Tv-offensive: kein abonnent bleibt außen vor

Tv-offensive: kein abonnent bleibt außen vor

Das Finale wird auf GOL Play, Teledeporte, Movistar+ und DAZN gleichzeitig ausgestrahlt. Hinzu kommen die Social-Kanäle von LaLiga sowie ein Liveticker von MARCA.com und Radio MARCA. Wer also behauptet, nichts zu sehen bekommen zu können, lügt schlicht. Die Partie wird in zwei Halbzeiten à 20 Minuten gespielt – keine Nachspielzeit, keine Auswechslungslimits, dafür aber mit Video-Schiedsrichter und Zeitstrafen für verzögerndes Werfen von Einwürfen.

Die Statistik spricht eindeutige Sprache: Betis kassierte in fünf Turnierspielen noch kein Gegentor, Flamengo erzielte 17 Tore und hat mit Parente den besten Keeper des Wettbewerbs. Das Duell ist also ein Spiegelblick auf zwei Philosophien: klinische Effizienz gegen kreative Offensive. Die Wetterprognose verspricht 24 Grad und Sonnenschein – ideale Bedingungen, um zu sehen, ob Talent allein reicht oder Disziplin den Pokal holt.

Die Niederlage von Barcelona gegen Betis war bereits ein Warnschuss für die europäischen Akademien: Südamerikas Jugendakademien sind nicht mehr nur physisch überlegen, sondern auch taktisch flexibel. Wer also heute Mittag zusieht, bekommt möglicherweise einen Vorgeschmack auf den Fußball von 2038 – gespielt von Kids, die jetzt noch Hausaufgaben auf dem Nachttisch liegen haben.