Betis auf dem weg nach braga: isco reist mit, bakambu-streit!

Sevilla – Der Real Betis Balompié steht vor einem entscheidenden Duell in der Europa League. Mit einem breiten Kader, darunter die überraschende Reise von Isco, ist die Mannschaft unter Manuel Pellegrini heute Abend auf dem Weg nach Braga, Portugal, um das Hinspiel des Viertelfinales anzutreten. Doch der Schatten eines ungewöhnlichen Streits um Angreifer Wilfried bakambu liegt über der Reise.

Die hoffnung ruht auf braga: pellegrini appelliert an die konzentration

Betis-Präsident Ángel Haro sprach im Flughafen von Sevilla von „Illusion und Engagement“ im gesamten Team. Die Chance, in der Europa League Geschichte zu schreiben, treibt die Andalusier an. Pellegrini selbst, so Haro, bleibe „immer ruhig“ und sehe „viele Optionen“, obwohl die Liga-Form des Teams zu wünschen übrig lässt. „Wir müssen in jedem Spiel gewinnen“, betonte Haro, „sonst kann eine ilusionierte Saison schnell zu einer Enttäuschung werden.“

Die fünfte Liga-Platzierung, die den direkten Einzug in die Champions League ermöglichen könnte, ist gefährdet. Haro räumte ein, dass die Konkurrenz – Real Sociedad, Getafe und Celta Vigo – stark ist und die Tabelle sich in den kommenden Wochen noch oft verschieben wird. „Wir müssen uns auf unser Ziel konzentrieren und dürfen uns keinen zusätzlichen Druck machen“, so Haro.

Isco als moral-boost: der ex-real-star unterstützt das team

Isco als moral-boost: der ex-real-star unterstützt das team

Ein positiver Aspekt der Reise ist die Anwesenheit von Isco. Obwohl der Mittelfeldspieler aufgrund seiner Verletzung noch nicht einsatzbereit ist, reist er mit dem Team und unterstützt seine Kollegen. „Wir sind Isco dankbar für sein Engagement“, erklärte der Präsident. „Es ist ein Zeichen seiner Verbundenheit mit dem Verein, auch wenn er im Moment nicht spielen kann.“ Sein Comeback auf dem Platz wird sehnsüchtig erwartet.

Bakambu-affäre überschattet die vorbereitung

Bakambu-affäre überschattet die vorbereitung

Doch die Vorfreude auf das Spiel wird von einem hitzigen Konflikt getrübt. Der Verbleib von Wilfried bakambu in Kongo, der offenbar von der kongolesischen Nationalmannschaft festgehalten wurde, sorgt für Verwirrung und Unmut beim Betis. Haro äußerte seine Missbilligung gegenüber dem Vorgehen des kongolesischen Fußballverbands: „Wir haben nicht zugestimmt, und unsere juristischen Abteilungen prüfen nun mögliche Forderungen.“ Er betonte, dass der Verein die nationalen Interessen respektiere, aber die „Seriosität“ der kongolesischen Behörden in Frage stelle. Als Betis-Präsident stehe ich zu meinem Land, aber mein Herz schlägt für Betis“, so Haro deutlich.

Die Situation um bakambu ist ein klarer Affront gegenüber dem Verein und spiegelt eine mangelnde Professionalität wider. Es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen der Fall haben wird, aber eines ist sicher: Die Vorbereitung auf das Europa-League-Spiel wurde durch diesen unnötigen Streit erheblich erschwert.

Trotz aller Widrigkeiten reist Betis mit einer großen Anhängerschaft nach Braga. „Der beticismo lässt nie nach“, freute sich Haro. „Wir werden mindestens 2000 Fans vor Ort haben, die das Team unterstützen.“