Betis bereitet sich auf braga vor: isco reist mit, bakambu-drama!

Sevilla – Vor dem wichtigen Europa-League-Viertelfinal-Hinspiel gegen Sporting Braga reist der Betis-Tross nach Portugal. Präsident Ángel Haro sprach vor dem Abflug am Flughafen Sevilla über die Erwartungen, die Personaldecke und die angespannte Ligalage. Die Stimmung ist gut, aber die Herausforderungen sind offensichtlich.

Isco als moralische unterstützung

Ein positiver Aspekt der Reise ist die Anwesenheit von Isco. Der spanische Spielmacher, der sich noch im Aufbautraining befindet, reist mit der Mannschaft, um seine Unterstützung zu zeigen. „Er ist sehr engagiert und möchte dem Team helfen“, so Haro. Ein Einsatz gegen Braga ist ausgeschlossen, aber die Hoffnung auf seine baldige Rückkehr auf den Rasen ist groß. Seine Genesung schreitet voran, eine konkrete Einsatzzeit lässt sich jedoch noch nicht nennen. „Es ist kompliziert, genaue Termine zu nennen, aber er ist voller Elan.“

Die liga-krise: ein weckruf

Die liga-krise: ein weckruf

Die jüngsten Ergebnisse in der Liga lassen indes zu wünschen übrig. Betis hat es in letzter Zeit schwer, Siege einzufahren. „Es fällt uns klar schwer, zu gewinnen“, räumte Haro ein. Das Spiel gegen Espanyol zeigte zwar Ansätze, aber die Chancen wurden nicht verwertet. „Am Ende zählt nur das Ergebnis, und wenn wir nicht treffen, gewinnen wir nicht.“ Die Champions-League-Qualifikation, einst ein realistisches Ziel, rückt in weite Ferne. „Wir haben uns vorgenommen, in Europa zu spielen, aber die Situation ist besorgniserregend. Der Fokus liegt nun klar auf der Europa League, aber in der Liga müssen wir gewinnen – unbedingt.“

Bakambu-eklat: ein diplomatisches tauziehen

Bakambu-eklat: ein diplomatisches tauziehen

Ein weiterer Streitpunkt ist die Situation um den kongolesischen Stürmer bakambu. Dieser wurde von der Fédération Congolaise de Football Association (FECOFA) festgehalten, was zu erheblichen Verwerfungen geführt hat. „Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen, aber ich bin alles andere als begeistert von der Situation“, erklärte Haro. Betis habe sich mit der FECOFA geeinigt, die Spieler für die Nationalmannschaft freizustellen, aber die Forderungen der FECOFA gingen über das vereinbarte Maß hinaus. „Wir werden unsere rechtlichen Möglichkeiten prüfen.“ Haro betonte zudem die Bedeutung der Einhaltung des FIFA-Reglements. „Ich respektiere alle Nationalmannschaften, aber die Einhaltung der FIFA-Regeln ist unerlässlich.“

Braga: ein ernstzunehmender gegner

Betis weiß, dass das Hinspiel gegen Braga eine große Herausforderung darstellt. „Braga ist eine Top-Mannschaft“, so Haro. Sie gehören zu den besten Teams in Portugal und sind in Europa regelmäßig erfolgreich. „Sie haben eine gute Mannschaft und ein erfolgreiches Nachwuchskonzept. Wir müssen von Beginn an auf 100 Prozent spielen, um eine Chance zu haben.“ Der Präsident betonte, dass der Wert des eigenen Kaders nicht entscheidend sein wird. „Das ist relativ. Wir müssen auf dem Platz überzeugen.“

Die Fans des Betis reisen in großer Zahl nach Braga. „Der beticismo ist unschlagbar“, lobte Haro. „Mindestens 2.000 Fans werden uns unterstützen – unser größter Trumpf.“

Die Reise nach Portugal ist somit nicht nur sportlich, sondern auch emotional ein wichtiges Kapitel für den Betis. Die Fans stehen geschlossen hinter der Mannschaft, während der Verein mit internen Problemen und der Liga-Krise kämpft. Ob es für Betis in der Europa League reicht, wird sich zeigen. Aber eines ist klar: Die Reise nach Braga wird ein Test für Charakter und Leidenschaft.