Berlin gegen straubing: playoff-kracher mit vorgeschichte
Das Viertelfinale der DEL-Playoffs wirft die Eisbären Berlin erneut gegen die Straubing Tigers. Drei Jahre in Folge treffen beide Teams in der K.-o.-Runde aufeinander – und wieder verspricht die Serie ein brutales Stück Eishockey.
„Wir wissen, was auf uns zukommt“, sagt Trainer Serge Aubin vor dem Auftaktspiel am Dienstag (19.30 Uhr, LIVE! bei MagentaSport) im Eisstadion am Pulverturm. Die Niederbayern gewannen drei der vier Hauptrundenduelle. Doch die Form der letzten Wochen gibt den Berlinern Rückenwind: fünf Siege in Serie, darunter gegen Köln, Mannheim und München.

Serge aubin fordert „kampf um jeden zentimeter“
Der Coach spricht von einem „Kampf um jeden Zentimeter“. Das klingt nach Klischee, ist aber Programm. Straubing spielt eng, aggressiv und lässt kaum Raum. Berlin muss mit Tempo und Disziplin antworten. „Wir müssen unseren Forecheck nutzen, in allen Bereichen unerbittlich sein und dabei diszipliniert bleiben“, sagt Aubin.
Die Rückkehr zum „Eisbären-Hockey“ nennt er den Schlüssel. Gemeint ist: mehr Druck nach vorn, schnelles Umschaltspiel, weniger technische Fehler. Das hatte in der Endphase der Hauptrunde funktioniert – jetzt muss es wieder funktionieren.
Verteidiger Eric Mik will sich nicht von der Vergangenheit blenden lassen. „Das ist das, worauf du die ganze Zeit hinarbeitest“, sagt er. „Jetzt will man deutscher Meister werden und muss alles geben, was man hat.“
Die Serie beginnt in Straubing, geht nach Berlin und endet – so es denn überhaupt ein Ende findet – voraussichtlich in einem siebten Spiel. Die Tigers haben nichts zu verlieren. Die Eisbären schon: den Titel. Wer hier zuerst nachlässt, fliegt raus. Die Kugel liegt auf dem Eis.
