Berlin brennt, bremerhaven zittert: eisbären räumen letzten playoff-platz im fernduell

14.200 Schreie in der Arena am Ostbahnhof, dann Stille. In der 59. Minute trifft Yannick Veilleux zum 5:1 – und Berlin atmet auf. Die Eisbären drehen gegen Red Bull München auf, sichern sich im letzten Atemzug das sechste Playoff-Ticket und schicken Bremerhaven in die Pre-Playoff-Hölle.

Das fernduell, das keiner live sehen konnte

Während in Berlin die Sirene schrillt, flackert auf dem Handy-Display die Nachricht aus Bremerhaven: 6:1-Sieg gegen Dresden, alles umsonst. Die Pinguins jubeln sich selbst ab, weil Berlin parallel punkten. Manuel Wiederer trifft nach zehn Minuten, Frederik Tiffels schlägt in Unterzahl zu – München läuft hinterher, kann nicht mehr retten.

Die Szene des Tages kommt in der 37. Minute: Andreas Eder netzt im Powerplay, die Anzeigetafel springt auf 3:1, und eine Welle rollt durch die Hauptstadt. Der Meister ist wieder da, zumindest für eine Nacht. Drei Unterzahlsituationen im Schlussdrittel, keine kassiert – das ist die Mentalität, die Titel rettet.

Mannheim rutscht, straubing stolpert

Mannheim rutscht, straubing stolpert

Oben schaukelt sich die Kiste erneut: Adler Mannheim schieben sich auf Platz zwei, weil Straubing in Köln leer ausgeht. Die Kölner Haie feiern ihre Meisterform, Straubing kassiert die kalte Dusche. Die Tabelle lügt nie, aber sie trügt oft – jetzt heißt es: Viertelfinale für Mannheim, Straubing muss zittern.

Unten im Keller ziehen die Wild Wings die Notbremse: Schwenningen schlägt Wolfsburg und sichert sich Heimrecht in der Quali-Runde. Dienstag geht’s los, Best-of-Three, kein Netz, kein Geländer. Die Pinguins bekommen Nürnberg, Wolfsburg reist nach Schwenningen. Ein Fehler und die Saison ist Makulatur.

Die DEL wirft ihre letzten Würfel – und Berlin hatte Glück, dass die Augen fielen. 52 Spieltage, 52 Nervenkriege, und am Ende zählt nur ein Tor in der 59. Minute. Die Eisbären tanzen, Bremerhaven brennt. Die Playoffs beginnen, das Eis ist heiß.