Steinhaus bleibt: bhc bindet top-talent bis 2028
Der Bergische HC schlägt vor dem Top-Spiel gegen Magdeburg ein Ausrufezeichen: Sören Steinhaus verlängert vorzeitig – und das, obwohl er erst seit diesem Sommer endgültig in Wuppertal spielt. Die Vertragsverlängerung bis 2028 sichert dem Aufsteiger das Gesicht der laufenden Saison.
91 Tore, 71 assists – die zahlen sprechen für sich
22 Jahre, linker Rückraum, unverzichtbar. Nach 23 Spieltagen steht Steinhaus bei 91 Buden, nur Julius Kühn traf häufiger für den BHC. Dazu die 71 Vorlagen, die ihn zur Assistenzmaschine des Klubs machen. Stefan Kretzschmar raunt es im Eurosport-Studio: „Der Gefährlichste in ihren Reihen.“ Kein Superlativ, sondern Momentaufnahme eines Spielers, der sich in der Liga etabliert, statt nur mitzumischen.
Die Karriere war kein Sprint, sondern ein geplanter Doppelpass. Dormagen bildete ihn aus, BHC holte ihn 2024, lieh ihn aber sofort zurück. Dieses Jahr erst kam der Durchbruch – mit dem Vorvertrag als Dank. Die Botschaft: Wer Leistung bringt, bekommt Planungssicherheit, statt Warteschleifen.

Junior-weltmeister wird protagonist im abstiegskampf
Die Tabelle lügt nicht: Der BHC schwebt über dem Strich, aber die Ansprüche wachsen. Mit Steinhaus haben die Verantwortlichen nun einen deutschen U21-Weltmeister und U19-Europameister an Bord, der zugleich interne Top-Statistik ist. In Zeiten, in denen sich viele Klubs auf Importe verlassen, setzt Wuppertal auf heimische Kraft – und bindet sie langfristig.
Der nächste Prüfstein folgt sofort: Magdeburg, Champions-League-Teilnehmer, gastiert heute in der Uni-Halle. Steinhaus wird wieder Startformation sein, wieder 60 Minuten Lauf, Pass, Wurf. Die Vertragsverlängerung ist kein Schlagwort, sondern eine Kampfansage an die Konkurrenz – und ein Versprechen an die Fans, dass der Shooting-Star nicht nur ein Leihgast der Saison ist.
Für Steinhaus selbst ist der neue Kontrakt die Eintrittskarte in die Welt der Profiverantwortung. Bei 22 Jahren ist das früh, aber die Zahlen rechtfertigen den Schritt. Wer 91-mal trifft und 71-mal auflegt, der muss keine Fragen mehr beantworten. Die Antwort steht bereits auf dem Spielberichtsbogen – und jetzt auch auf dem Arbeitsvertrag bis 2028.
