Bensebaini rettet bvb mit dreierpack: dortmund dreht 0:2 gegen hsv

81.365 im Signal-Iduna-Park sahen ein Spiel, das sich spiegelte: Erst ein BVB, der wie ein Nachwuchsteam wirkte, dann eine Schwarz-Gelb-Welle, die alles wegriss. Ramy Bensebaini verwandelte zwei Strafstöße und schoss den Borussia Dortmund zum 3:2-Sieg über den Hamburger SV. Die Gäste verließen den Rasen mit leeren Händen, obwohl sie 45 Minuten lang wie der künftige Tabellenführer wirkten.

Otele trifft, kovac staucht – und dann fliegt der bvb

Otele trifft, kovac staucht – und dann fliegt der bvb

Robert Otele hatte den HSV nach 19 Minuten mit seinem ersten Bundesliga-Tor belohnt. Dortmunds Defensive wirkte wie ein offener Bahnhof: Reggiani und Nmecha schenkten den Ball zweimal weg, Lokonga zog aus 22 Metern ab, Gregor Kobel sah ihn zu spät. 0:2 durch Otele, 38. Minute – das Stadion raunzte, die Südtribüne schwieg.

Niko Kovac reagierte zur Pause mit dem Doppelwechsel Guirassy/Bensebaini. Was folgte, war kein Comeback, sondern ein Kurzschluss des HSV. Die Rothosen verloren in 45 Minuten die Spiellinie, den Mut und schließlich die Punkte. Guirassy traf per Abstauber, Bensebaini netzte zweimal vom Punkt – jeweils nach Mikelbrencis- und Muheim-Patzer.

Die xG-Statistik lügt nicht: 1,52 für den BVB, 0,92 für den HSV. Die Wahrheit steckt aber im Momentum. Nach der Pause schoss Dortmund 19-mal aufs Tor, Hamburg kam nicht einmal mehr zum Klären. Matthias Jöllenbeck pfiff drei Elfmeter an einem Abend – so viele wie zuletzt 2019 in Gladbach.

Für den HSV bleiben sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, aber die Luft wird dünner. Am 28. Spieltag empfangen die Hanseaten Augsburg – und wissen jetzt, dass ein 2:0 bei Dortmund nur die Halbzeit bedeutet.