Bellingham reißt kroatien den zahn raus: hamann im umdenken!
Jude Bellingham hat seine Kritiker – allen voran Dietmar Hamann – endgültig zum Schweigen gebracht. Der 22-Jährige präsentierte beim fulminanten 4:2-Sieg Englands gegen Kroatien bei der WM 2026 eine Leistung, die selbst gestandene Experten wie Hamann umdenken lässt. Ein Tor, unzählige Ballgewinne und eine schlichtweg beeindruckende Präsenz auf dem Platz – Bellingham zeigte, was in ihm steckt.
Die frühe skepsis von dietmar hamann
Noch vor dem Turnier sorgte Hamann mit seiner Kritik für Aufsehen. Der ehemalige Liverpool-Profi, der selbst zwei Weltmeisterschaften erlebte, äußerte sich skeptisch über Bellinghams Leistungen bei Borussia Dortmund. „Ich habe ihn über mehrere Saisons beobachtet und war von einigen Dingen, die er gemacht hat, alles andere als begeistert“, so Hamann gegenüber RTE. Es kursierten zudem Gerüchte über eine gewisse Arroganz des jungen Engländers, die Hamann zusätzlich störte.
Wayne Rooney hatte Bellingham sogar geraten, dieses Image zu akzeptieren, da sein Talent es rechtfertige. Doch genau diese vermeintliche Selbstsicherheit war es, die Hamann auf die Nerven ging.

Der real-effekt: bellingham blüht auf
Der Wechsel zu Real Madrid markierte jedoch einen entscheidenden Wendepunkt – nicht nur für Bellingham, sondern auch für Hamanns Wahrnehmung. „Ich war unsicher, was ihn in Madrid erwarten würde, aber die Art und Weise, wie er diesen gewaltigen Umbruch unter enormem Druck gemeistert hat, war schlichtweg beeindruckend“, analysierte Hamann. Der Gewinn der Champions League in seiner ersten Saison bei den Königlichen räumte die letzten Zweifel aus.
Gegen Kroatien sah Hamann dann einen Spieler, der sich voll und ganz dem Team unterordnet. „Er wirkte gestern Abend wie ein echter Teamspieler“, lobte der Experte. Das Fazit: „Wenn er für die Mannschaft spielt, wenn er für seine Mitspieler kämpft, dann wissen wir, dass wir es mit einem außergewöhnlichen Spieler zu tun haben.“

Bellingham nutzt kritik als treibstoff
Bellingham selbst scheint die öffentliche Kritik zu einem willkommenen Ansporn zu nutzen. „Ich denke, ich habe etwas zu beweisen. Das hilft mir sehr“, verriet er nach dem Spiel gegenüber BBC Sport. Diese Einstellung ermöglicht es ihm, von Beginn an Fokus und Intensität in sein Spiel einzubringen. „Für mich war es wichtig, den Lärm auszublenden und meiner Mannschaft und meinen Mitspielern zu zeigen, wie sehr ich mich dafür einsetze, dass wir gewinnen.“ Er räumte ein, dass er sich selbstkritisch betrachten müsse: „Manchmal verdiene ich auch die Kritik.“
Die erste Halbzeit gegen Kroatien war vielleicht nicht optimal gelaufen, aber in der zweiten Hälfte zeigten die Engländer, was sie leisten können. Und Jude Bellingham stand im Zentrum dieser Leistung – ein klarer Beweis dafür, dass Talent und Teamgeist die perfekte Kombination bilden.
Die Bilanz spricht für sich: Bellingham hat nicht nur ein Tor erzielt, sondern auch einen Zweifler wie Hamann überzeugt. Und das ist ein Statement, das in der Fußballwelt für Furore sorgt.
