Bezzecchi schüttelt brno ab: marquez kämpft um arm-comeback
Brno steht vor der Tür und die MotoGP-Szene atmet auf – zumindest Marco Bezzecchi. Der Aprilia-Pilot lässt den holprigen Lauf in Ungarn hinter sich und blickt mit Zuversicht auf das Wochenende in Tschechien. Nach dem unerwarteten Sturz am Start, bei dem er von einem Reifendreher seines Teamkollegen getroffen wurde, gibt Bezzecchi Entwarnung bezüglich seiner Verletzungen.
Ein schock, aber keine bleibenden schäden
„Der Aufprall war heftig, besonders auf der rechten Körperseite“, gestand Bezzecchi. „Die Hand und das Bein waren meine größten Sorgen, aber die Untersuchungen haben Glück gesagt. Die Hand ist in Ordnung, das Bein hat einen kleinen Muskelriss, aber nichts, was mich am Fahren hindern würde.“ Er wird am Freitag in Brno wieder aufsteigen und versucht, den verpassten Sonntag in Ungarn zu vergessen. Die Konzentration liegt auf dem Hier und Jetzt, auf der Jagd nach Punkten und dem Glauben an das eigene Können.

Marquez' weg zur wiederherstellung: ein kampf gegen die eigene physiologie
Doch Bezzecchi ist nicht der einzige, der mit den Folgen eines Rennwochenendes kämpft. Marc Marquez, der Ducati-Star, kommt ebenfalls nach Brno, wo er nach seinem Sieg in Ungarn versucht, seinen Arm weiter zu rehabilitieren. Der Spanier sieht in der Strecke eine potenzielle Verbesserung gegenüber Mugello, betont aber, dass der Weg noch lang ist.
„Es ist, als würde mein Arm anders funktionieren als zuvor“, erklärt Marquez offen. „Ich muss mich daran gewöhnen, und wir alle – ich, der Physiotherapeut, der Arzt – müssen zusammenarbeiten. Es ist ein Prozess, der das ganze Team einbezieht.“ Vier Siege in Brno sprechen für sich, doch Marquez weiß, dass die Vergangenheit nicht die Zukunft garantiert. Seine Priorität liegt klar: die Genesung des Arms.
Die mentale Stärke des Champions ist unverkennbar. „Wenn ich nicht mental stark wäre, hätte ich schon aufgegeben“, sagt Marquez. „Ich bin stärker als je zuvor, weil ich so viele schwierige Momente überwunden habe.“ Er weiß, dass er im Moment auf seine mentale Stärke angewiesen ist, da sein Körper noch nicht ganz optimal funktioniert.
Und während Marquez an seiner körperlichen Verfassung arbeitet, zeigt Bezzecchi, dass er trotz Rückschlägen nicht aufgibt. Ein Zeichen dafür, dass im MotoGP-Zirkus der Wille zum Sieg genauso wichtig ist wie die Maschine unter einem.
Die Frage ist, ob Marquez die Strecke nutzen kann, um seinen Arm zu stabilisieren und seine Position im Kampf um die Weltmeisterschaft zu festigen. Oder ob Bezzecchi seine Chance nutzt, um sich im Klassement nach vorne zu arbeiten. Eine Antwort gibt es in Brno.
