Bellingham auf der bank: war das ein fehler von ancelotti?

Madrid – Ein Raunen ging durch das Bernabéu, als die Aufstellung bekannt wurde: Jude Bellingham, der Dreh- und Angelpunkt des Mittelfelds, saß zunächst auf der Bank. Trainer Carlo ancelotti erklärte im Vorfeld, das Team sei mit dem jungen Engländer nicht optimal aufgestellt, doch die Minuten, die Bellingham später erhielt, reichten nicht aus, um das Spiel noch zu wenden. War das ein taktischer Fehler oder ein Zeichen dafür, dass die Konkurrenz im ZM zu stark ist?

Thiago und valverde: eine verpasste chance?

Die Entscheidung von ancelotti, stattdessen auf Thiago und Valverde zu setzen, wirkte sich negativ auf das Spiel aus. Thiago fand nicht zu seinem gewohnten Spiel, und Valverde konnte seine Stärken nur bedingt einbringen. Das Mittelfeld wirkte im Vergleich zu den vorherigen Spielen kraftlos und ideenlos. Güler, der ebenfalls starten durfte, wirkte bemüht, versuchte zwar, mit viel Laufarbeit für Furore zu sorgen, doch auch er konnte die deutsche Abwehr nicht entscheidend knacken.

Tchouaméni, der aufgrund seiner Sperrung in der Rückpartie fehlen wird, hatte ebenfalls einen schweren Stand. Seine Abwesenheit wird im Rückspiel eine große Herausforderung darstellen. Militao hingegen zeigte eine solide Leistung, obwohl er ebenfalls von der starken deutschen Mannschaft gefordert wurde.

Die Tatsache, dass Bellingham erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, wirkt angesichts seiner Leistungen in den letzten Spielen doch fragwürdig. Sein später Einsatz brachte zwar frischen Wind ins Spiel, doch die verpassten Möglichkeiten in der ersten Hälfte sind nicht zu ignorieren. Ein präziser Pass auf Mbappé ließ kurz aufschimmern, was mit Bellingham möglich gewesen wäre, wenn er von Beginn an auf dem Platz gestanden hätte.

München-ausblick: bellingham muss spielen

München-ausblick: bellingham muss spielen

Der Blick richtet sich nun auf das Rückspiel in München. Hier wird der FC Bayern keine Gnade kennen. Für Ancelotti gilt es, aus seinen Fehlern zu lernen. Die Rückkehr von Mendy, der ins Training zurückgekehrt ist, könnte die Defensive stabilisieren. Allerdings ist klar: Um in München eine Sensation zu schaffen, muss Bellingham von Beginn an spielen. Seine Dynamik, sein Spielverständnis und seine Torgefahr sind essentiell, um gegen Bayern zu bestehen. Die Hoffnung ruht daher auf dem jungen Engländer – und auf der taktischen Klugheit von Ancelotti, ihn endlich in die Startelf zu berufen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der richtigen Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Elan, und Bellingham verkörpert genau das.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob Ancelotti seine Strategie anpassen wird. Denn eines ist sicher: In München darf es keine taktischen Experimente geben. Es zählt nur der Sieg – und dafür braucht der FC Bayern seinen Jude Bellingham von der ersten Minute an.