Bayern zieht real den zahn: 2:1 im bernabéu und das fass ohne boden

Real Madrids Nacht war schon nach 18 Minuten gelaufen. Da stand es 0:2, das Stadion schwieg, und Antonio Rüdiger fluchte laut genug, dass es in der Mixed Zone noch nachhallte. „Wir haben bei beiden Toren Mist gebaut – zwei Geschenke“, sagte der Nationalspieler. Der FC bayern entführte das Champions-League-Viertelfinal-Hinspiel mit 2:1 vom Bernabéu, und plötzlich liegt der Titelverteidiger mit dem Rücken an der Wand.

Ballverluste, die wehtun

Ballverluste, die wehtun

Der Plan von Trainer Arbeloa klang simpel: einfache Ballverluste vermeiden. Was folgte, war ein Lehrstück darüber, wie schnell sich Pläne in Asche verwandeln. Beide bayern-Tore fielen nach leichtfertigem Aufbaupatzer – erst Vinícius, dann Tchouaméni spielten sich in die Klemme, Kane und Musiala dankten es mit kalter Effizienz. „Wenn man den Ball nach vorne trägt, muss man sofort zurückstürmen, falls er verloren geht. Wir hatten nicht genug Leute, um die Lücken zu schließen“, erklärte Arbeloa. Die Statistik lieferte den Beweis: 20 Torschüsse, nur ein Treffer. Dazu noch Neuer, der mit fünf Parade-Saves die Latte bei 1:2 hielt.

Immerhin, Rüdiger zollte Respekt: „Heute war der beste Spieler des FC bayern der Torwart.“ Doch der 33-Jährige will nicht aufgeben. Auf Instagram schrieb er: „Die Geschichte ist noch nicht vorbei. Wir sind noch am Leben.“ Seine Zuversicht teilt Arbeloa: „Wenn ein Team in München gewinnen kann, dann ist es Real Madrid.“ Nur wird es ohne Ballgewissheit nichts werden. Im Allianz Arena wartet ein bayern, der weiß, wie man solche Vorteile verwalten und gleichzeitig zuschlagen kann. Die Uhr tickt für die Königlichen – und der Druck wächst mit jeder Minute.